Michał Nowak
Klinischer Ernährungsberater
MSc klinische Ernährungswissenschaft, zertifizierter Sporternährungscoach
Michał ist spezialisiert auf metabolische Ernährung, intermittierendes Fasten und Sportsupplementierung.
Einträge der Wissensdatenbank
4.8Kreatin
Eines der weltweit am besten erforschten Nahrungsergänzungsmittel — unterstützt Kraft, Muskelmasse und laut neueren Studien auch die kognitive Funktion.
4.3Kollagen
Kollagenpeptide werden häufig unterstützend im Hinblick auf Hautelastizität und Gelenkkomfort eingesetzt — die Studienlage ist vielversprechend, aber noch begrenzt.
4.2Glänzender Lackporling (Reishi)
Ein Funktionspilz mit über 2000-jähriger Geschichte in der chinesischen und japanischen Medizin, der auf seine immunmodulierende Wirkung untersucht wird — die klinische Evidenz beim Menschen bleibt jedoch bescheiden und teils widersprüchlich.
4.1Cordyceps militaris (Puppenkernkeule)
Ein im Labor kultivierter Funktionspilz — genau diese Art steckt fast immer hinter jedem in Polen verkauften 'Cordyceps'-Präparat. Hoher, stabiler Cordycepin-Gehalt, aber die Belege für eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beim Menschen bleiben gemischt.
4.3Shiitake (Lentinula edodes)
Ein kulinarisch-funktioneller Pilz reich an Lentinan und Beta-Glucanen, klinisch auf seine Wirkung auf die Immunmodulation und das Lipidprofil untersucht — einer der am besten erforschten Funktionspilze auf dem Markt.
3.8Poria (Fu Ling)
Ein Sklerotium-Pilz, der seit Jahrhunderten in Rezepturen der chinesischen Medizin als Fu Ling präsent ist — als eigenständiges Nahrungsergänzungsmittel gibt es jedoch nur sehr bescheidene, indirekte klinische Daten am Menschen.
3.6Eichhase (Zhu Ling)
Ein Pilz, der seit 2500 Jahren in Rezepturen der chinesischen Medizin als Zhu Ling verwendet wird — ein starkes harntreibendes Mittel. Moderne Studien zum isolierten Polysaccharid PPS betreffen vor allem Hepatitis B und krebshemmende Mechanismen im Reagenzglas, nicht die eigenständige Supplementierung.
4.1Birkenporling (Fomitopsis betulina)
In Polen weit verbreiteter Baumschwamm auf Birken, bekannt durch den Fund bei den Überresten von Ötzi — historisch faszinierend, aber klinisch bislang unbestätigt als Nahrungsergänzungsmittel.
3.9Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum)
Ein weitverbreiteter, holziger Baumpilz, berühmt dafür, dass man auf ihm zeichnen kann — im Labor auf Polysaccharide und Triterpene untersucht, aber kein verbreitetes Nahrungsergänzungsmittel.
4.0Leberreischling (Fistulina hepatica)
Ein charakteristischer, 'blutender' Pilz mit dem Aussehen von rohem Fleisch — mehr als kulinarische Kuriosität geschätzt denn als Nahrungsergänzungsmittel; erste chemische Untersuchungen weisen auf einen sehr hohen Gehalt an phenolischen Verbindungen hin.
4.1Enokitake (Flammulina velutipes)
Ein beliebter Speisepilz, im englischsprachigen Raum auch als Velvet Foot bekannt, im Labor untersucht wegen des immunmodulierenden Proteins FIP-fve — auf dem Markt fast ausschließlich als Lebensmittel erhältlich.
4.3Austernseitling (Oyster Mushroom, Pleurotus ostreatus)
Einer der beliebtesten Speisepilze in Polen, der eine natürliche, strukturell mit Lovastatin verwandte Verbindung enthält — vor allem hinsichtlich seiner Wirkung auf das Lipidprofil und die Immunfunktion untersucht.
4.2Ulmenrasling (Hypsizygus ulmarius)
Ein dem Shimeji nahestehender Speisepilz, der in Labor- und Tierstudien hinsichtlich antioxidativer, leberschützender und den Zuckerstoffwechsel unterstützender Wirkungen untersucht wird — ohne klinische Studien am Menschen.
4.2Judasohr (Auricularia auricula-judae, Wood Ear)
Ein in der asiatischen Küche beliebter Ohrlappenpilz, der in Deutschland hauptsächlich am Schwarzen Holunder wächst — seit den 1980er-Jahren auf gerinnungshemmende und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung untersucht, relevant für Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen.
3.8Ganoderma tsugae (Hemlock Reishi)
Ein nordamerikanischer Verwandter des Glänzenden Lackporlings, der auf Hemlocktannen wächst — beliebt bei Kräuterkundigen in den USA und Kanada als 'Hemlock Reishi', aber mit einer deutlich schmaleren wissenschaftlichen Forschungsbasis.
3.8Ganoderma sinense (Black Reishi)
Ein seltener, dunkelvioletter Lackporling, in der chinesischen Medizin als 'Zi Zhi' bekannt — im Gegensatz zu Ganoderma lingzhi handelt es sich genetisch um eine eigenständige Art mit eigener, kleinerer Forschungsbasis: ein in China zugelassenes Begleitmedikament zur Chemotherapie sowie vorläufige Daten zum Herzschutz vor Anthrazyklin-Kardiotoxizität.
3.8Weiden-Feuerschwamm (Phellinus igniarius)
Ein in Polen verbreiteter, harter Baumschwamm, der vor allem Weiden parasitiert, mit dokumentierter traditioneller Nutzung als Feueranzünder und Aufguss bei sibirischen und nordamerikanischen Völkern — aber ohne relevante klinische Studien am Menschen.
3.6Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)
Ein häufiger, nah mit der Schmetterlingstramete verwandter Baumpilz, der in der Biotechnologie als Laccase-Produzent geschätzt wird. Keine klinischen Studien am Menschen und keine Präsenz auf dem Nahrungsergänzungsmittelmarkt.
3.4Rötende Tramete (Cerrena unicolor)
Ein in Europa weit verbreiteter Baumpilz, der totes Laubholz zersetzt und in der Biotechnologie vor allem als Quelle des Enzyms Laccase bekannt ist — ohne kulinarische oder supplementäre Tradition und ohne Studien am Menschen.
4.4Intervallfasten (Intermittent Fasting)
Ein Ernährungsprotokoll auf Basis von Ess- und Fastenzyklen, z. B. 16:8 — die Datenlage zur Gewichtsreduktion ist solide, für Effekte unabhängig vom Kaloriendefizit weniger eindeutig.
4.9Mittelmeerdiät
Das am besten untersuchte Ernährungsmuster im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Gesundheit und Langlebigkeit.
4.9Krafttraining
Einer der stärksten Einzelprädiktoren für gesundes Altern — es beeinflusst Muskelmasse, Knochendichte und Insulinsensitivität.
4.7Sauna (thermische Wärmetherapie)
Regelmäßige Saunanutzung wird in Kohortenstudien mit einem geringeren kardiovaskulären Sterberisiko in Verbindung gebracht — die stärksten Daten stammen aus Finnland.
4.3Ketogene Diät
Ein sehr kohlenhydratarmes, fettreiches Ernährungsmuster, das den Körper in einen Zustand der Ketose versetzt — mit starken Belegen bei therapieresistenter Epilepsie und moderaten Belegen bei kurzfristiger Gewichtsreduktion.
4.7DASH-Diät
Ein Ernährungsmuster, das speziell zur Senkung des Blutdrucks entwickelt wurde — eine der am besten erforschten Ernährungsweisen in der Kardiologie, bestätigt durch multizentrische NIH-Studien.
4.2Vegane Ernährung
Ein Ernährungsmuster, das tierische Produkte vollständig ausschließt — mit echten kardiometabolischen Vorteilen, aber es erfordert bewusste Planung und eine Vitamin-B12-Supplementierung.
3.8Paleo-Ernährung
Ein Ernährungsmuster, das die vermutete Ernährung von Jägern und Sammlern nachbildet — es eliminiert Getreide, Milchprodukte und verarbeitete Lebensmittel, aber die Belege für einen Vorteil gegenüber anderen Diäten sind begrenzt und stützen sich auf kleine, kurze Studien.
4.4Ernährung mit niedrigem glykämischen Index
Ein Ernährungsmuster, das auf der Auswahl von Kohlenhydraten nach glykämischem Index und glykämischer Last basiert — mit soliden Belegen zur Unterstützung der Glykämiekontrolle bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und Insulinresistenz.
4.8VO2 max
Die maximale Sauerstoffaufnahme des Körpers während Belastung — einer der stärksten, gut dokumentierten Prädiktoren der Lebenserwartung, messbar in der sportmedizinischen Diagnostik.
4.5Adaptive Thermogenese
Ein Rückgang des Ruheenergieumsatzes über den Wert hinaus, der allein durch den Gewichtsverlust zu erwarten wäre — ein Mechanismus, der erklärt, warum die Gewichtsreduktion mit der Zeit natürlicherweise langsamer wird, selbst bei fortbestehendem Kaloriendefizit.
4.3Ginseng (Panax ginseng)
Eines der am längsten verwendeten Adaptogene der traditionellen Medizin — mit moderater Evidenz für eine Verbesserung kognitiver Funktionen und eine Reduktion chronischer Erschöpfung.
4.5Hochintensives Intervalltraining (HIIT)
Kurze, intensive Belastungsintervalle liefern vergleichbare oder bessere Stoffwechseleffekte als längeres Training mittlerer Intensität — bei deutlich geringerem Zeitaufwand.
4.3Autophagie
Ein intrazellulärer 'Aufräumprozess' für beschädigte Proteine und Organellen, für dessen Entdeckung der Mechanismen der Nobelpreis verliehen wurde — einer der zentralen Mechanismen in der Erforschung der Verlangsamung des Alterns.
4.4Herzfrequenzvariabilität (HRV)
Die Variabilität der Zeitabstände zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen ist einer der besten nicht-invasiven Indikatoren für das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems — heute in nahezu jeder Sportuhr verfügbar.
4.3Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus)
Trotz des Namens 'sibirischer Ginseng' handelt es sich um eine völlig andere Pflanze als Panax ginseng — mit einem eigenen Profil aktiver Verbindungen und einer eigenen, ebenfalls vielversprechenden Evidenzbasis.
4.4Citicolin (CDP-Cholin)
Eine natürlich im Körper vorkommende Zwischenverbindung bei der Synthese von Phosphatidylcholin — eines der wenigen Nootropika mit realen, wenn auch moderaten Belegen für eine Verbesserung von Aufmerksamkeit und psychomotorischer Geschwindigkeit.
4.5Zone-2-Ausdauertraining
Lange, ruhige aerobe Belastung, die so langsam ausgeführt wird, dass man sich dabei problemlos unterhalten kann — scheinbar langweilig, aber genau sie baut das Fundament der Leistungsfähigkeit auf, auf dem die Effekte von HIIT beruhen.
4.4Kalte Bäder und Kälteexposition
Die kontrollierte Exposition gegenüber kaltem Wasser hat sich zu einer der bekanntesten Biohacking-Praktiken entwickelt — mit realer, wenn auch bescheidenerer wissenschaftlicher Unterstützung, als die Popkultur suggeriert.
4.2Rotlichttherapie (Photobiomodulation)
Die Exposition gegenüber rotem Licht und nahem Infrarot hat sich als beliebtes Biohacking-Werkzeug etabliert — mit realen, wenn auch noch begrenzten Belegen, vor allem im Kontext der Hautgesundheit.
4.6Der Mythos des Multitasking
Was wir als 'mehrere Dinge gleichzeitig tun' wahrnehmen, ist in Wirklichkeit ein schnelles Umschalten der Aufmerksamkeit zwischen Aufgaben — und jeder Wechsel hat einen messbaren, sich summierenden kognitiven Preis.
Blogartikel

Keto, DASH oder Mittelmeerdiät? Welcher Ansatz hat die stärksten Belege für Gewichtsverlust
Wir vergleichen drei populäre Ernährungsmuster anhand echter wissenschaftlicher Belege — nicht anhand ihrer Popularität in sozialen Medien —, um dir zu helfen, den zu deinem Ziel passenden Ansatz zu wählen.
31. Juli 2026

Kreatin und das Gehirn: Was die neue Metaanalyse über kognitive Funktionen zeigt
Kreatin wird seit Jahrzehnten vor allem mit dem Fitnessstudio assoziiert, aber eine wachsende Zahl von Studien deutet darauf hin, dass seine Rolle im Gehirn — einem Organ mit enormem Energiebedarf — genauso interessant sein könnte wie in den Muskeln.
4. August 2026

Was wir heute über NMN und Langlebigkeit wissen — ein Überblick über Humanstudien
NMN, eine Vorstufe von NAD+, ist seit Jahren eines der meistdiskutierten Supplemente in der Biohacking-Community. Wir prüfen, was die neuesten klinischen Studien am Menschen zeigen, im Unterschied zu früheren Studien an Mäusen.
11. August 2026

Wie du eine Trainingsroutine aufbaust, wenn du wenig Zeit hast — ein Leitfaden für Minimalisten
Zeitmangel ist der am häufigsten genannte Grund, auf regelmäßige körperliche Aktivität zu verzichten. Wir zeigen einen studienbasierten, minimalistischen Weg, um bei sehr begrenztem Zeitbudget in Form zu bleiben.
11. August 2026

Adaptogene im Ranking: Was hilft wirklich bei Stress, Schlaf und Energie
Ashwagandha, Rosenwurz, Ginseng, Taigawurzel — alle werden als 'Adaptogene' bezeichnet, haben aber unterschiedliche Wirkmechanismen und Stärken. Wir ordnen ein, welches Adaptogen sich für welchen Kontext eignet, ausschließlich auf Basis der vorhandenen Evidenz.
18. August 2026

Nootropika-Ranking: Konzentrationsmittel mit der stärksten Evidenz
Der Markt für 'Gehirn-Booster' ist voller Versprechen ohne Substanz. Wir haben die Nootropika zusammengestellt, für die es tatsächlich randomisierte klinische Studien gibt, und nach der realen Beweiskraft geordnet – nicht nach Popularität in sozialen Medien.
18. August 2026

Kalte Duschen und Immunsystem: Wird man dadurch wirklich seltener krank?
„Kälteexposition stärkt das Immunsystem" ist eine der meistwiederholten Behauptungen im Biohacking — aber die neueste, größte Metaanalyse zu diesem Thema zeigt etwas Komplexeres: Kurzfristig steigt die Entzündung, und die Immunmarker verändern sich nicht. Es gibt jedoch einen realen, wenn auch überraschenden, langfristigen Effekt. Wir schlüsseln die Evidenz auf.
22. August 2026

HRV-Training und Resonanzatmung: Reduziert es wirklich Stress?
Die Uhr zeigt Ihre HRV an, doch die Messung selbst verändert nichts. HRV-Training (Biofeedback) ist eine konkrete Technik — Atmen im Resonanztempo, meist etwa 6 Atemzüge pro Minute — mit echter wissenschaftlicher Unterstützung für die Reduktion von Stress und Angst. Wir erklären, wie es funktioniert und wie man beginnt.
22. August 2026

Rotlichttherapie und Muskelregeneration: Wann wirkt sie wirklich?
Photobiomodulation wird meist mit der Haut assoziiert, aber eine wachsende Zahl von Metaanalysen untersucht ihre Wirkung auf Muskelkraft und Regeneration. Das Ergebnis ist komplexer als ein einfaches "wirkt" oder "wirkt nicht" — entscheidend ist, WANN das Licht angewendet wird und wie trainiert die Person ist. Wir schlüsseln die Evidenz auf.
22. August 2026

Zone 2 oder HIIT: Was verbessert die VO2max wirksamer?
Eines der umstrittensten Themen im Ausdauer-Biohacking. Eine Metaanalyse deutet auf einen Vorteil von HIIT hin, eine andere findet keinen Unterschied zwischen Intervallen und kontinuierlichem Training — allerdings mit einer wichtigen Einschränkung zur Qualität der analysierten Studien. Wir prüfen, was die Daten wirklich zeigen, bevor Sie sich für ein Protokoll entscheiden.
22. August 2026

Wie viele Sätze pro Woche pro Muskelgruppe? Was die Metaanalysen zeigen
„Mehr ist besser" ist eine intuitive, aber unvollständige Zusammenfassung dessen, was über Trainingsvolumen bekannt ist. Die klassische Metaanalyse von Schoenfeld zeigt eine kontinuierliche Dosis-Wirkungs-Beziehung, aber eine neuere systematische Übersicht deutet auf ein klares Plateau bei etwa 12–20 Sätzen pro Woche hin. Wir schlüsseln diese beiden scheinbar widersprüchlichen Schlussfolgerungen auf.
22. August 2026

Beta-Alanin und Belastungsfähigkeit: Wem hilft es wirklich?
Beta-Alanin ist eines der wenigen Pre-Workout-Supplemente, deren Wirkung fast spürbar wahrgenommen werden kann — das charakteristische Kribbeln der Haut (Parästhesie) nach einer Dosis lässt viele Menschen die Wirksamkeit als selbstverständlich ansehen. Die größte verfügbare Metaanalyse, die über 1.400 Teilnehmer und 65 verschiedene Forschungsprotokolle umfasst, zeigt jedoch, dass "Beta-Alanin verbessert die Leistungsfähigkeit" eine erhebliche Präzisierung braucht — denn nicht jede Art von Belastung reagiert gleich darauf.
25. August 2026

Citrullinmalat und Trainingsleistung: Realer Effekt oder übertriebenes Supplement?
Citrullinmalat ist ein fester Bestandteil fast jedes Pre-Workouts auf dem Markt und wird als Weg zu deutlich mehr Wiederholungen im Fitnessstudio beworben. Die neueste, bisher größte Metaanalyse zu diesem Thema aus dem Jahr 2026 gibt eine zurückhaltendere Antwort, als das Marketing suggeriert — der Effekt ist real und statistisch nachweisbar, aber die Sicherheit der Evidenz wurde als niedrig eingestuft, und eine frühere Metaanalyse zur selben Frage kam zu einem Ergebnis, das nicht einmal statistisch signifikant war.
25. August 2026

Nüchternes Training und Fettverbrennung: Realer Mechanismus, falsche Schlussfolgerung?
Nüchternes Training hat den Ruf eines "Hacks" für schnelleren Fettabbau — und, selten in der Welt populärer Fitnessratschläge, der zugrunde liegende Mechanismus selbst ist wissenschaftlich wahr. Das Problem ist, dass die Studie, die untersuchte, ob sich dieser Mechanismus in einen realen, langfristigen Unterschied der Körperzusammensetzung übersetzt, eine Antwort lieferte, die den gesamten Sinn dieser Strategie als Abnehm-Werkzeug infrage stellt.
25. August 2026

Kreatin und Haarausfall: Erhöht das Supplement wirklich den DHT-Spiegel?
"Kreatin verursacht Glatzenbildung" ist eine der meistwiederholten Warnungen im Fitnessstudio — und sie stützt sich auf genau eine Studie aus dem Jahr 2009, die niemals Haarausfall gemessen hat. Diese Studie zeigte tatsächlich einen realen Anstieg von DHT, dem Hormon, das für erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist — plus 56% nach einer Woche Kreatin-Ladephase. Das Problem: Niemand hat seitdem getestet, ob dieser DHT-Anstieg sich wirklich in echtem Haarausfall niederschlägt — das sind zwei sehr unterschiedliche Fragen.
23. August 2026

Kaltes Wasser nach dem Krafttraining: Hilft es oder bremst es den Muskelaufbau?
Ein Eisbad nach dem Krafttraining wird mit Erholung und Professionalität assoziiert — doch eine 12-wöchige Studie zeigt das Gegenteil: Wer nach jedem Training kaltes Wasser nutzte, gewann deutlich weniger Kraft und Muskelmasse als bei aktiver Erholung. Der Grund ist die Unterdrückung genau der molekularen Signale, die der Muskel nach dem Training zum Wachsen benötigt.
23. August 2026

Das anabole Fenster nach dem Training: Mythos oder echtes Zeitlimit?
"Du hast 30 Minuten nach dem Training, um Protein zu essen, sonst verlierst du die Erfolge" ist einer der am tiefsten verwurzelten Glaubenssätze der Fitnesskultur. Eine Metaanalyse mit über 1.000 Teilnehmern zeigt: Das ist eine Vereinfachung, die auf einer Fehlinterpretation kurzfristiger zellulärer Signaldaten beruht. Entscheidend ist die tägliche Gesamtproteinzufuhr, nicht eine starre Minutengrenze nach der letzten Wiederholung.
23. August 2026

Eiweißreiche Ernährung und Nieren: Schadet sie gesunden Menschen?
"Zu viel Eiweiß ruiniert die Nieren" ist eine Warnung, die fast jeder hört, sobald er mehr Fleisch oder Eiweißpulver isst. Eine systematische Übersichtsarbeit zeigt, dass eine höhere Proteinzufuhr die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) erhöht — das bedeutet aber, dass die Niere innerhalb des Normbereichs stärker arbeitet, nicht dass sie geschädigt wird. Es gibt jedoch einen ehrlichen Haken: Fast keine Studie lief länger als sechs Monate, sodass die wirklich langfristige Frage offen bleibt.
23. August 2026

Alkohol nach dem Training: Wie viel verlierst du wirklich von deinen Muskelzuwächsen?
Ein Bier oder ein paar Drinks nach einem harten Training löschen nicht die gesamten Effekte der Session — aber neutral sind sie auch nicht. Eine im PLOS ONE veröffentlichte Studie zeigt, dass Alkohol nach dem Krafttraining die Rate der Muskelproteinsynthese deutlich senkt, und die Kombination von Alkohol mit Protein schützt nicht vollständig vor diesem Rückgang. Die gute Nachricht: Selbst nach Alkohol bleibt die Proteinsynthese über dem Ruhezustand erhöht.
23. August 2026

Alkoholfreies Bier und Marathon-Regeneration: Hilft es Läufern wirklich?
Es klingt wie ein Fitnessstudio-Witz, ist aber eines der interessanteren Ergebnisse der Sportregenerationsforschung: Eine doppelblinde, randomisierte kontrollierte Studie mit 277 Marathonläufern zeigte, dass alkoholfreies Bier über mehrere Wochen vor und nach dem Rennen das Risiko einer Infektion der oberen Atemwege um mehr als das Dreifache im Vergleich zu Placebo senkte. Dies ist keine Umkleidekabinen-Folklore und kein Brauerei-Marketing — es sind konkrete Daten vom München-Marathon, mit Messungen von Interleukin-6, Leukozytenzahlen und tatsächlicher Krankheitsverfolgung über zwei Wochen nach dem Rennen. In diesem Artikel schauen wir uns genau an, was die Studie zeigte, welcher Mechanismus dahinterstecken könnte und wo wissenschaftliche Sicherheit endet und die Überinterpretation eines einzelnen, wenn auch solide konzipierten, Experiments beginnt.
24. August 2026

Spazierengehen nach dem Essen: Wie stark senkt es wirklich den Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit?
"Sei aktiv" ist ein so allgemeiner Ratschlag, dass er kaum sagt, wann genau man sich bewegen sollte. Eine randomisierte klinische Studie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes fand etwas viel Konkreteres: Ein kurzer Spaziergang direkt nach einer Mahlzeit senkt den Blutzuckeranstieg nach dem Essen wirksamer als die allgemeine Empfehlung, "das tägliche Aktivitätsziel zu erreichen", ohne den Zeitpunkt festzulegen. Und der Effekt war nicht bei allen Mahlzeiten gleich — nach dem Abendessen senkte der Spaziergang den Blutzuckeranstieg um rund 22%, deutlich stärker als nach den anderen Mahlzeiten des Tages. Das deutet darauf hin, dass bei der Blutzuckerkontrolle nicht nur zählt, wie viel man sich über den Tag bewegt, sondern genau, wann man es tut. In diesem Artikel schlüsseln wir diese Ergebnisse Schritt für Schritt auf und erklären genau, für welche Population sie gezeigt wurden.
24. August 2026
Fachlich geprüft
4.1Mandel-Egerling (Agaricus blazei)
Ein Pilz aus brasilianischen Wäldern, untersucht vor allem hinsichtlich Immunmodulation und Unterstützung des Zuckerstoffwechsels — die Belege beim Menschen sind uneindeutig und vorläufig, trotz großer Beliebtheit als Nahrungsergänzungsmittel.
4.1Krause Glucke (Cauliflower Mushroom)
Ein seltener, geschätzter Waldpilz mit einem der höchsten dokumentierten Beta-Glucan-Gehalte — in Deutschland vor allem kulinarisch gesucht, während sich japanische Studien zu Wirkungen auf Immunsystem und Blutzuckerhaushalt fast ausschließlich auf Tiermodelle stützen.
3.9Hon-shimeji (Lyophyllum shimeji)
Ein wild wachsendes, mykorrhizabildendes 'echtes Shimeji' aus Japan und skandinavischen Kiefernwäldern — genetisch und ökologisch eigenständig gegenüber dem unter demselben Namen verkauften Zucht-Bunashimeji.
4.0Zottiger Schillerporling (Inonotus hispidus)
Ein in Polen seltener, auffällig orange-rostfarbener Baumpilz, der vor allem auf Apfel- und Eschenbäumen parasitiert; verwandt mit der Chaga (Inonotus obliquus), mit begrenzten, überwiegend chinesischen In-vitro-Studien zu antitumoralen und antioxidativen Verbindungen.
3.5Zonentramete (Trametes ochracea)
Eine der Schmetterlingstramete zum Verwechseln ähnliche Art, mit der sie im Gelände häufig verwechselt wird. Es liegt eine einzelne Laborstudie zum Fruchtkörperextrakt vor — ohne jegliche klinische Studien.
3.3Grifola sordulenta
Die patagonische 'Schwesterart' von Grifola gargal, die auf Koihue wächst und lokal kulinarisch geschätzt wird — im Gegensatz zu gargal jedoch praktisch ohne jegliche Studien am Menschen oder Tier.
4.7HbA1c (glykiertes Hämoglobin)
Ein Biomarker, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt — der Goldstandard der Diabetesdiagnostik und -überwachung, deutlich stabiler als eine einzelne Blutzuckermessung.
4.2Was ist Biohacking
Von der DIY-Biology-Bewegung über Quantified Self bis zum heutigen, in sozialen Medien beliebten Trend — was Biohacking in der Praxis ist und wo die Wissenschaft endet und das Marketing beginnt.
4.4Zink
Ein Spurenelement, das für die Funktion von über 300 Enzymen im Körper unerlässlich ist — sein Mangel, häufiger als allgemein angenommen, beeinflusst Immunsystem, Wundheilung und Hormonhaushalt.
4.4Chronotyp
Eine individuelle, weitgehend genetisch bedingte Präferenz für Schlaf- und Aktivitätszeiten — wird sie ignoriert, entsteht das Phänomen des 'sozialen Jetlags', das mit schlechterer Stoffwechselgesundheit in Verbindung gebracht wird.
4.5SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin)
Ein Transportprotein, dessen Spiegel bestimmt, wie viel Testosteron dem Gewebe tatsächlich 'zur Verfügung steht' — ohne den SHBG-Wert zu kennen, kann das Ergebnis des Gesamttestosterons allein irreführend sein.
4.3PSA und Prostatagesundheit
Das prostataspezifische Antigen ist einer der am häufigsten angeordneten Tests bei Männern über 50 — aber auch einer der umstrittensten, wegen des hohen Anteils falsch-positiver Ergebnisse.
4.7Schlaf und Gedächtnis
Lernen am Tag ist erst die halbe Miete beim Erinnern — die andere Hälfte geschieht nachts, wenn das Gehirn neu erworbene Informationen aktiv konsolidiert und ordnet, während wir schlafen.
4.5Wachstumshormon (GH)
Ein Peptidhormon, das in der Kindheit für das Wachstum und ein Leben lang für die Geweberegeneration verantwortlich ist — umgeben von einem dichten Netz an Marketingmythen über Nahrungsergänzungsmittel, die angeblich GH 'freisetzen'.
4.4Telomere und Telomerase
Schützende 'Kappen' an den Enden der Chromosomen, die sich mit jeder Zellteilung verkürzen — einer der bekanntesten, wenn auch noch unvollkommenen Biomarker für zelluläre Alterung.
4.4hCG als Begleittherapie bei TRT
Humanes Choriongonadotropin wird der Testosteron-Ersatztherapie gezielt beigefügt, um dem Hodenschwund vorzubeugen und die Fruchtbarkeit zu erhalten — ein Problem, das exogenes Testosteron allein nicht löst.
4.4Männliche Fruchtbarkeit und Samenqualität
Eine aufsehenerregende Metaanalyse aus dem Jahr 2017 zeigte einen langjährigen Rückgang der Spermienzahl in westlichen Ländern — wir prüfen, was wirklich über die Einflussfaktoren auf die männliche Fruchtbarkeit bekannt ist.
4.5NEAT (Alltagsaktivität ohne Sport)
Die gesamte Energie, die durch alltägliche Bewegung außerhalb des formellen Trainings verbrannt wird — Herumlaufen, Stehen, Gestikulieren — unterscheidet sich bei manchen Menschen um bis zu 2000 Kalorien täglich, obwohl sich die Anzahl geplanter Trainingseinheiten nicht unterscheidet.
4.6Chronischer Stress
Kurzzeitiger Stress ist eine natürliche, adaptive Reaktion des Körpers — problematisch wird er erst, wenn er chronisch wird. Eine große Metaanalyse mit Daten von fast 200.000 Menschen zeigte eine konkrete Zahl, um wie viel chronischer beruflicher Stress das Risiko für koronare Herzkrankheit erhöht.
4.7Schlaflosigkeit
Chronische Einschlaf- oder Durchschlafprobleme sind nicht nur eine Frage der 'Schlafhygiene' — die am besten untersuchte, als Erstlinientherapie empfohlene Intervention ist die kognitive Verhaltenstherapie bei Schlaflosigkeit (CBT-I), nicht Schlaftabletten.
Kategorie: Funktionale Pilze, Biomarker, Biohacking, Nahrungsergänzungsmittel, Schlaf & Regeneration, TRT, Männergesundheit, Gehirn & Konzentration, Hormone, Langlebigkeit, Gewichtsabnahme