Zottiger Schillerporling (Inonotus hispidus)
Ein in Polen seltener, auffällig orange-rostfarbener Baumpilz, der vor allem auf Apfel- und Eschenbäumen parasitiert; verwandt mit der Chaga (Inonotus obliquus), mit begrenzten, überwiegend chinesischen In-vitro-Studien zu antitumoralen und antioxidativen Verbindungen.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt
Ein in Polen seltener, auffällig orange-rostfarbener Baumpilz, der vor allem auf Apfel- und Eschenbäumen parasitiert; verwandt mit der Chaga (Inonotus obliquus), mit begrenzten, überwiegend chinesischen In-vitro-Studien zu antitumoralen und antioxidativen Verbindungen.
- →Begrenzte In-vitro- und Mausmodell-Studien deuten auf eine antioxidative und antitumorale Aktivität ausgewählter Verbindungen hin — ohne Bestätigung am Menschen
| Lateinischer Name | Inonotus hispidus |
|---|---|
| Familie | Borstenscheibenverwandte (Hymenochaetaceae) |
| Wirkstoffe | Hispidin-Derivate, zyklische Peptide aus dem Myzel |
| Form | Nicht zutreffend — kein Handelsprodukt |
| Forschungsstand | Vorläufig — 2 In-vitro-/Mausmodell-Studien, keine Studien am Menschen |
| Interaktionen | Keine dokumentiert |
| Status | In Polen seltene Art (Rote Liste), nicht essbar, kein Handel als Nahrungsergänzungsmittel |
Verstehen
Überblick
Inonotus hispidus (Zottiger Schillerporling) gehört zur selben Gattung wie die Chaga (Inonotus obliquus), sieht ihr aber optisch überhaupt nicht ähnlich. Junge Fruchtkörper sind weich, gelb-rötlich gefärbt und mit borstigen Härchen bedeckt; mit zunehmendem Alter werden sie dunkler und härter. Sie wachsen vor allem auf Apfelbäumen, seltener auf Eschen. In Polen ist die Art nicht sehr häufig und steht auf der Roten Liste als potenziell gefährdet.
Die aktuelle Forschung — fast ausschließlich chinesische Laborstudien — konzentriert sich auf phenolische Verbindungen und zyklische Peptide aus dem Myzel. Die Art ist nicht essbar und im Handel nicht als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
Praktisch niemand wird aus dieser Art heute einen realen gesundheitlichen Nutzen ziehen: Der Zottige Schillerporling existiert weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als Lebensmittelprodukt. Personen, die antioxidative oder antitumorale Unterstützung suchen, haben mit deutlich besser erforschten Arten derselben Gattung (wie der Chaga) bessere Optionen zur Verfügung. Die einzige Gruppe, für die dieser Eintrag praktische Bedeutung hat, sind Personen mit Interesse an Mykologie und der Forschungsrichtung zu Verbindungen der Gattung Inonotus.
Vorkommen
Inonotus hispidus parasitiert lebende Laubbäume, am liebsten alte Apfelbäume, wird aber auch auf Eschen, Ulmen und anderen Obstbäumen nachgewiesen. In Polen kommt die Art selten und unregelmäßig vor.
Wirkmechanismus
Aus Fruchtkörpern und Myzel wurden Hispidin-Derivate isoliert, die in In-vitro-Tests die Fähigkeit zur Abfangung freier Radikale zeigten. In einer weiteren Studie hemmte ein Peptidextrakt aus dem Myzel die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro und in einem murinen Xenograft-Modell.
Der Titel der zitierten Studie verweist ausdrücklich auf den mitochondrialen Weg als Mechanismus der Apoptoseinduktion durch den Peptidextrakt aus dem Myzel — dieser Mechanismus umfasst typischerweise die Freisetzung von Cytochrom c und die Aktivierung von Caspasen. Parallel dazu sind Hispidin-Derivate, eine für die Gattung Inonotus charakteristische phenolische Verbindung, für die beschriebene radikalfangende Aktivität verantwortlich.
Abfangen freier Radikale
Aus Fruchtkörpern isolierte Hispidin-Derivate neutralisierten in In-vitro-Tests freie Radikale.
Hemmung der Proliferation von Krebszellen
Ein Peptidextrakt aus dem Myzel hemmte in vitro stark die Vermehrung von HeLa-Zellen.
Aktivierung des mitochondrialen Apoptosewegs
In einem murinen Xenograft-Modell induzierte der Extrakt die Apoptose von Krebszellen über den mitochondrialen Weg.
Evidenz: vorläufig — basierend auf 2 Studien in dieser Datenbank.
Vorteile
Praxis
Häufig gestellte Fragen
Nein, auch wenn beide zur selben Gattung Inonotus gehören. Die Chaga bildet eine schwarze, rissige Kruste auf Birken, während diese Art vor allem auf Apfelbäumen wächst.
Dosierung & Einnahmezeit
Typische Dosis
Kein festgelegter, sicherer Dosierungsbereich für Menschen
Form
Nicht zutreffend — kein Handelsprodukt
Alle verfügbaren Daten stammen aus präklinischen Studien und bilden keine Grundlage für eine Dosierung beim Menschen.
Beste Einnahmezeiten
- Nicht zutreffend
Sicherheit
Nebenwirkungen & Kontraindikationen
Mögliche Nebenwirkungen
Keine dokumentierten Sicherheitsdaten beim Menschen
Der Fruchtkörper ist hart und nicht essbar
Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit
Kinder — keine Daten
Wechselwirkungen
Keine dokumentierten Wechselwirkungen mit Medikamenten
Lohnt es sich?
Für wen geeignet
- Begrenzte In-vitro- und Mausmodell-Studien deuten auf eine antioxidative und antitumorale Aktivität ausgewählter Verbindungen hin — ohne Bestätigung am Menschen
Nicht geeignet für
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Kinder — keine Daten
Evidenz
Wissenswertes
Gehört zur selben Gattung wie die Chaga (Inonotus obliquus), sieht aber völlig anders aus.
Wächst am liebsten auf alten Apfelbäumen.
Studien
Ein Peptidextrakt aus dem Myzel von Inonotus hispidus hemmte stark die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro sowie das Tumorwachstum in einem murinen Xenograft-Modell, indem er Apoptose über den mitochondrialen Weg induzierte.
Tang SJ i wsp., Journal of Ethnopharmacology, 2023
The antitumor effect of mycelia extract of Inonotus hispidus on HeLa cells via the mitochondrial-mediated pathway
Vorläufige EvidenzTang SJ, Shao CX, Yang Y, Ren R, Jin L, Hu D, Wu SL, Lei P, He YL, Xu J · Journal of Ethnopharmacology · 2023
Ein Peptidextrakt aus dem Myzel hemmte stark die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro und in einem murinen Xenograft-Modell und induzierte dabei Apoptose.
Studie ansehenAntioxidant hispidin derivatives from medicinal mushroom Inonotus hispidus
Vorläufige EvidenzZan LF, Qin JC, Zhang YM, Yao YH, Bao HY, Li X · Chemical & Pharmaceutical Bulletin · 2011
Aus Fruchtkörpern wurden neue Hispidin-Derivate isoliert, die in vitro eine signifikante radikalfangende Aktivität zeigten.
Studie ansehenQuellen & Literaturverzeichnis
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Über die Autoren dieses Eintrags
Autor
dr Piotr ZielińskiEndokrinologe
Piotr prüft Inhalte zu Hormonen, metabolischer Gesundheit und der Pharmakologie von Nahrungsergänzungsmitteln.
131 Veröffentlichungen auf dieser Seite
Fachliche Prüfung
Michał NowakKlinischer Ernährungsberater
Michał ist spezialisiert auf metabolische Ernährung, intermittierendes Fasten und Sportsupplementierung.
61 Veröffentlichungen auf dieser Seite
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Kommentare (2)
- KW
Kasia W. vor 2 Wochen
Sehr übersichtlich beschrieben, besonders der Abschnitt zu den Wechselwirkungen — das hatte ich so an keiner anderen Stelle gesehen.
- MT
Marek T. vor einem Monat
Plant ihr ein Update mit der neuesten Studie aus diesem Jahr? Ich habe eine interessante Metaanalyse gesehen.
