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Zottiger Schillerporling (Inonotus hispidus)

Ein in Polen seltener, auffällig orange-rostfarbener Baumpilz, der vor allem auf Apfel- und Eschenbäumen parasitiert; verwandt mit der Chaga (Inonotus obliquus), mit begrenzten, überwiegend chinesischen In-vitro-Studien zu antitumoralen und antioxidativen Verbindungen.

PZdr Piotr ZielińskiGeprüft von Michał NowakAktualisiert: 22. Mai 2026
Vorläufige Evidenz
4.0

Anzahl der Studien

2

Sicherheit

Mäßig

Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt

Ein in Polen seltener, auffällig orange-rostfarbener Baumpilz, der vor allem auf Apfel- und Eschenbäumen parasitiert; verwandt mit der Chaga (Inonotus obliquus), mit begrenzten, überwiegend chinesischen In-vitro-Studien zu antitumoralen und antioxidativen Verbindungen.

  • Begrenzte In-vitro- und Mausmodell-Studien deuten auf eine antioxidative und antitumorale Aktivität ausgewählter Verbindungen hin — ohne Bestätigung am Menschen
Lateinischer NameInonotus hispidus
FamilieBorstenscheibenverwandte (Hymenochaetaceae)
WirkstoffeHispidin-Derivate, zyklische Peptide aus dem Myzel
FormNicht zutreffend — kein Handelsprodukt
ForschungsstandVorläufig — 2 In-vitro-/Mausmodell-Studien, keine Studien am Menschen
InteraktionenKeine dokumentiert
StatusIn Polen seltene Art (Rote Liste), nicht essbar, kein Handel als Nahrungsergänzungsmittel

Verstehen

Überblick

Inonotus hispidus (Zottiger Schillerporling) gehört zur selben Gattung wie die Chaga (Inonotus obliquus), sieht ihr aber optisch überhaupt nicht ähnlich. Junge Fruchtkörper sind weich, gelb-rötlich gefärbt und mit borstigen Härchen bedeckt; mit zunehmendem Alter werden sie dunkler und härter. Sie wachsen vor allem auf Apfelbäumen, seltener auf Eschen. In Polen ist die Art nicht sehr häufig und steht auf der Roten Liste als potenziell gefährdet.

Die aktuelle Forschung — fast ausschließlich chinesische Laborstudien — konzentriert sich auf phenolische Verbindungen und zyklische Peptide aus dem Myzel. Die Art ist nicht essbar und im Handel nicht als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Praktisch niemand wird aus dieser Art heute einen realen gesundheitlichen Nutzen ziehen: Der Zottige Schillerporling existiert weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als Lebensmittelprodukt. Personen, die antioxidative oder antitumorale Unterstützung suchen, haben mit deutlich besser erforschten Arten derselben Gattung (wie der Chaga) bessere Optionen zur Verfügung. Die einzige Gruppe, für die dieser Eintrag praktische Bedeutung hat, sind Personen mit Interesse an Mykologie und der Forschungsrichtung zu Verbindungen der Gattung Inonotus.

Vorkommen

Inonotus hispidus parasitiert lebende Laubbäume, am liebsten alte Apfelbäume, wird aber auch auf Eschen, Ulmen und anderen Obstbäumen nachgewiesen. In Polen kommt die Art selten und unregelmäßig vor.

Wirkmechanismus

Aus Fruchtkörpern und Myzel wurden Hispidin-Derivate isoliert, die in In-vitro-Tests die Fähigkeit zur Abfangung freier Radikale zeigten. In einer weiteren Studie hemmte ein Peptidextrakt aus dem Myzel die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro und in einem murinen Xenograft-Modell.

Der Titel der zitierten Studie verweist ausdrücklich auf den mitochondrialen Weg als Mechanismus der Apoptoseinduktion durch den Peptidextrakt aus dem Myzel — dieser Mechanismus umfasst typischerweise die Freisetzung von Cytochrom c und die Aktivierung von Caspasen. Parallel dazu sind Hispidin-Derivate, eine für die Gattung Inonotus charakteristische phenolische Verbindung, für die beschriebene radikalfangende Aktivität verantwortlich.

1

Abfangen freier Radikale

Aus Fruchtkörpern isolierte Hispidin-Derivate neutralisierten in In-vitro-Tests freie Radikale.

2

Hemmung der Proliferation von Krebszellen

Ein Peptidextrakt aus dem Myzel hemmte in vitro stark die Vermehrung von HeLa-Zellen.

3

Aktivierung des mitochondrialen Apoptosewegs

In einem murinen Xenograft-Modell induzierte der Extrakt die Apoptose von Krebszellen über den mitochondrialen Weg.

Evidenz: vorläufig — basierend auf 2 Studien in dieser Datenbank.

Vorteile

Begrenzte In-vitro- und Mausmodell-Studien deuten auf eine antioxidative und antitumorale Aktivität ausgewählter Verbindungen hin — ohne Bestätigung am Menschen

Praxis

Häufig gestellte Fragen

Nein, auch wenn beide zur selben Gattung Inonotus gehören. Die Chaga bildet eine schwarze, rissige Kruste auf Birken, während diese Art vor allem auf Apfelbäumen wächst.

Dosierung & Einnahmezeit

Typische Dosis

Kein festgelegter, sicherer Dosierungsbereich für Menschen

Form

Nicht zutreffend — kein Handelsprodukt

Alle verfügbaren Daten stammen aus präklinischen Studien und bilden keine Grundlage für eine Dosierung beim Menschen.

Beste Einnahmezeiten

  • Nicht zutreffend

Sicherheit

Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Nebenwirkungen

Keine dokumentierten Sicherheitsdaten beim Menschen

Der Fruchtkörper ist hart und nicht essbar

Kontraindikationen

Schwangerschaft und Stillzeit

Kinder — keine Daten

Wechselwirkungen

Keine dokumentierten Wechselwirkungen mit Medikamenten

Lohnt es sich?

Für wen geeignet

  • Begrenzte In-vitro- und Mausmodell-Studien deuten auf eine antioxidative und antitumorale Aktivität ausgewählter Verbindungen hin — ohne Bestätigung am Menschen

Nicht geeignet für

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder — keine Daten

Evidenz

Wissenswertes

Gehört zur selben Gattung wie die Chaga (Inonotus obliquus), sieht aber völlig anders aus.

Wächst am liebsten auf alten Apfelbäumen.

Studien

Ein Peptidextrakt aus dem Myzel von Inonotus hispidus hemmte stark die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro sowie das Tumorwachstum in einem murinen Xenograft-Modell, indem er Apoptose über den mitochondrialen Weg induzierte.

Tang SJ i wsp., Journal of Ethnopharmacology, 2023

The antitumor effect of mycelia extract of Inonotus hispidus on HeLa cells via the mitochondrial-mediated pathway

Vorläufige Evidenz

Tang SJ, Shao CX, Yang Y, Ren R, Jin L, Hu D, Wu SL, Lei P, He YL, Xu J · Journal of Ethnopharmacology · 2023

Ein Peptidextrakt aus dem Myzel hemmte stark die Proliferation von HeLa-Zellen in vitro und in einem murinen Xenograft-Modell und induzierte dabei Apoptose.

Studie ansehen

Antioxidant hispidin derivatives from medicinal mushroom Inonotus hispidus

Vorläufige Evidenz

Zan LF, Qin JC, Zhang YM, Yao YH, Bao HY, Li X · Chemical & Pharmaceutical Bulletin · 2011

Aus Fruchtkörpern wurden neue Hispidin-Derivate isoliert, die in vitro eine signifikante radikalfangende Aktivität zeigten.

Studie ansehen

Quellen & Literaturverzeichnis

Die Zitate sind für diese Demoversion beispielhaft und erfordern vor der produktiven Veröffentlichung eine vollständige bibliografische Prüfung durch die Redaktion.

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Über die Autoren dieses Eintrags

PZ

Autor

dr Piotr Zieliński

Endokrinologe

Piotr prüft Inhalte zu Hormonen, metabolischer Gesundheit und der Pharmakologie von Nahrungsergänzungsmitteln.

131 Veröffentlichungen auf dieser Seite

MN

Fachliche Prüfung

Michał Nowak

Klinischer Ernährungsberater

Michał ist spezialisiert auf metabolische Ernährung, intermittierendes Fasten und Sportsupplementierung.

61 Veröffentlichungen auf dieser Seite

Veröffentlicht: 3. Mai 2025Aktualisiert: 22. Mai 2026

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Kommentare (2)

  • KW

    Kasia W. vor 2 Wochen

    Sehr übersichtlich beschrieben, besonders der Abschnitt zu den Wechselwirkungen — das hatte ich so an keiner anderen Stelle gesehen.

  • MT

    Marek T. vor einem Monat

    Plant ihr ein Update mit der neuesten Studie aus diesem Jahr? Ich habe eine interessante Metaanalyse gesehen.