Ultraschall (Sonographie)
Der Ultraschall nutzt hochfrequente Schallwellen statt Strahlung, um Organe in Echtzeit abzubilden — er ist sicher, breit verfügbar und kostengünstig, wobei die Bildqualität stark von der Erfahrung der untersuchenden Person und der Anatomie des Patienten abhängt.
Anzahl der Studien
2
Sicherheit
Vorsicht geboten
Wirkungseintritt
Nicht zutreffend — der Ultraschall ist eine diagnostische Untersuchung, keine Intervention.
Für wen geeignet
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt
Der Ultraschall nutzt hochfrequente Schallwellen statt Strahlung, um Organe in Echtzeit abzubilden — er ist sicher, breit verfügbar und kostengünstig, wobei die Bildqualität stark von der Erfahrung der untersuchenden Person und der Anatomie des Patienten abhängt.
- →Echtzeitbildgebung, die Bewegung sichtbar macht — fetaler Herzschlag, Blutfluss in Gefäßen, Funktion der Herzklappen
- →Vollständiges Fehlen ionisierender Strahlung, wodurch der Ultraschall beliebig häufig wiederholt werden kann, auch in der Schwangerschaft und bei Kindern
- →Tragbare Geräte ermöglichen die Untersuchung am Krankenbett, in der Notaufnahme oder ambulant
| Untersuchungstyp | Echtzeitbildgebung mittels hochfrequenter Schallwellen (Ultraschall) |
|---|---|
| Evidenzniveau | Stark — Methode erster Wahl in Geburtshilfe, Bauchdiagnostik und Gefäßerkrankungen |
| Zielgruppe | Schwangere, Patienten mit Verdacht auf Bauch- oder Venenerkrankungen oder mit Bedarf an Verfahrensführung |
| Gemessene Parameter | Struktur und Echogenität von Weichteilorganen, Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses (Doppler) |
| Strahlung | Keine — die Untersuchung nutzt keinerlei ionisierende Strahlung |
| Status | Diagnostische Untersuchung erster Wahl bei vielen Indikationen, breit verfügbar und relativ kostengünstig |
Verstehen
Überblick
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das Schallwellen mit einer Frequenz weit oberhalb der menschlichen Hörgrenze nutzt (üblicherweise 2–15 Megahertz), die von einem auf die Haut des Patienten aufgesetzten Schallkopf ausgesendet und empfangen werden. Diese Wellen erzeugen beim Auftreffen auf Grenzflächen zwischen Geweben unterschiedlicher akustischer Dichte Echos, die in Echtzeit zu einem Schnittbild des untersuchten Bereichs verarbeitet werden. Im Gegensatz zur Computertomographie oder zum Röntgen kommt der Ultraschall völlig ohne ionisierende Strahlung aus, was ihn zu einer der sichersten verfügbaren bildgebenden Methoden macht.
Der klinische Wert des Ultraschalls beruht auf der Kombination mehrerer einzigartiger Eigenschaften: Echtzeitbildgebung, die Bewegung sichtbar macht (fetaler Herzschlag, Blutfluss in Gefäßen, Funktion der Herzklappen), vollständige Strahlensicherheit, die eine beliebig häufige Wiederholung erlaubt, auch bei Schwangeren und Kindern, sowie tragbare Geräte, mit denen die Untersuchung am Krankenbett oder in der Notaufnahme durchgeführt werden kann. Die zusätzliche Doppler-Technik ermöglicht eine nichtinvasive Beurteilung von Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses, in den meisten Fällen ohne jegliches Kontrastmittel.
Der Ultraschall wird bei einem äußerst breiten Spektrum klinischer Indikationen angeordnet. In der Geburtshilfe ist er das zentrale Instrument der Schwangerschaftsüberwachung — von der Bestätigung von Lage und Schwangerschaftsalter über das Screening auf angeborene Fehlbildungen bis zur Beurteilung des fetalen Wohlbefindens. In der Bauchdiagnostik ist er die Untersuchung erster Wahl bei Verdacht auf Gallensteine, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. In der Angiologie ist der Doppler-Ultraschall die Referenzmethode zum Nachweis einer tiefen Venenthrombose und zur Beurteilung von Verengungen der Halsschlagadern. Der Ultraschall wird zudem zur Beurteilung von Schilddrüse, Lymphknoten, Muskeln und Sehnen sowie als Echtzeit-Führungsinstrument bei Biopsien oder Gelenkinjektionen eingesetzt, was deren Präzision und Sicherheit erhöht.
In der Praxis erfordern die meisten Ultraschalluntersuchungen keine besondere Vorbereitung, wobei einige Protokolle eigene Anforderungen haben — die Untersuchung der Gallenblase erfolgt üblicherweise nüchtern, um deren Kontraktion nach einer Mahlzeit zu vermeiden, und die transabdominale Untersuchung der Beckenorgane ist bei gefüllter Harnblase oft genauer, da diese als akustisches »Fenster« die Bildgebung erleichtert. Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzlos — auf die Haut wird ein Gel aufgetragen, das die Schallleitung verbessert, und der Schallkopf wird über die Körperoberfläche geführt, während das Bild in Echtzeit auf einem Monitor betrachtet wird. Sie dauert üblicherweise zehn bis dreißig Minuten, und die untersuchende Person kann dem Patienten oft direkt im Anschluss ein vorläufiges Ergebnis mitteilen.
Um den Ultraschall ranken sich einige Missverständnisse. Manche Patienten betrachten ihn als »minderwertige« Methode, die nur eingesetzt wird, wenn CT oder MRT nicht verfügbar sind, tatsächlich ist der Ultraschall jedoch bei vielen Indikationen — Gallensteinen, Venenthrombose, Schwangerschaftsüberwachung — genau die Methode erster Wahl, die andere Untersuchungen hinsichtlich Sicherheit und Echtzeitbeurteilung übertrifft. Andere nehmen an, dass die Methode generell unzuverlässig sei, weil Schallwellen weder Knochen noch Luft in Darm oder Lunge durchdringen — tatsächlich handelt es sich um eine reale, gut erforschte Einschränkung bestimmter Strukturen, nicht um einen Mangel der gesamten Methode, die für andere Anwendungen hochzuverlässig bleibt. Verbreitet ist auch die Annahme, die Untersuchung sei völlig risikofrei — in der Praxis ist sie außerordentlich sicher, doch bei hohen akustischen Leistungen, besonders bei länger dauernden fetalen Doppleruntersuchungen, gilt weiterhin der Grundsatz, die niedrigste zur Erzielung eines diagnostischen Bildes notwendige Leistung zu verwenden.
Der Ultraschall bleibt eine der sichersten, vielseitigsten und am breitesten verfügbaren medizinischen Bildgebungsmethoden, die Echtzeitbildgebung mit vollständigem Verzicht auf ionisierende Strahlung verbindet. Seine Hauptbeschränkung liegt nicht in der Sicherheit, sondern in der starken Abhängigkeit der Bildqualität von der Erfahrung der untersuchenden Person und den anatomischen Bedingungen des Patienten (Übergewicht, Darmgase) — weshalb der Ultraschall in der klinischen Praxis nicht als Konkurrent, sondern als natürlicher Ausgangspunkt fungiert, nach dem bei Bedarf eine CT oder MRT als Untersuchung mit höherer struktureller Auflösung angeordnet wird.
Wirkmechanismus
Das Herzstück des Ultraschallkopfes sind piezoelektrische Kristalle, die sich unter angelegter elektrischer Spannung mechanisch verformen und so Schallwellen mit einer Frequenz weit oberhalb der menschlichen Hörgrenze erzeugen. Dieselben Kristalle funktionieren auch umgekehrt — beim Eintreffen einer reflektierten Welle verformen sie sich unter deren Einfluss und erzeugen ein elektrisches Signal, wodurch ein und derselbe Schallkopf sowohl als Sender als auch als Empfänger der Wellen dient.
Trifft die ausgesendete Welle auf eine Grenzfläche zwischen Geweben unterschiedlicher akustischer Dichte (sogenannte akustische Impedanz) — etwa zwischen Leber und einer flüssigkeitsgefüllten Zyste oder an der Wand eines Blutgefäßes —, wird ein Teil der Wellenenergie als Echo zum Schallkopf zurückreflektiert, während der Rest tiefer ins Gewebe eindringt. Das Gerät misst die Zeit zwischen Aussendung des Impulses und Empfang des Echos sowie dessen Amplitude und berechnet daraus die Tiefe der jeweiligen Gewebegrenze sowie die Helligkeit, mit der sie im Bild dargestellt werden soll — genau dieses Puls-Echo-Prinzip bildet die Grundlage der klassischen Graustufenbildgebung (B-Mode, brightness mode).
Wird die Schallwelle von bewegten Strukturen reflektiert, etwa von roten Blutkörperchen, die durch ein Gefäß strömen, ändert sich die Frequenz der reflektierten Welle geringfügig, proportional zu Geschwindigkeit und Richtung dieser Bewegung — dieses als Doppler-Effekt bekannte Phänomen erlaubt es dem Gerät, Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses ohne jegliches Kontrastmittel zu berechnen. Dasselbe Prinzip liegt der farbkodierten Flussdarstellung (Farbdoppler) sowie der quantitativen spektralen Analyse der Flussgeschwindigkeit in einem bestimmten Gefäß zugrunde.
Die Wahl der Schallkopffrequenz ist stets ein Kompromiss zwischen Auflösung und Eindringtiefe — Wellen höherer Frequenz (etwa 7–15 MHz bei Linearschallköpfen) liefern ein detailreicheres Bild, verlieren jedoch schneller an Energie im Gewebe und dringen nicht tief ein, weshalb sie zur Beurteilung oberflächlicher Strukturen wie Schilddrüse, Sehnen oder Halsgefäße eingesetzt werden. Wellen niedrigerer Frequenz (2–5 MHz bei Konvexschallköpfen) dringen auf Kosten der Auflösung tiefer ein, was sie für die Bildgebung tiefer liegender Bauch- oder Beckenorgane geeignet macht.
Aussendung von Schallwellenimpulsen durch den piezoelektrischen Schallkopf
Piezoelektrische Kristalle im Schallkopf wandeln elektrische Spannung in mechanische Schallwellen um, die tief ins Gewebe gesendet werden.
Reflexion der Welle an Gewebegrenzen (Echo)
Die Welle wird teilweise an Grenzen zwischen Strukturen unterschiedlicher akustischer Dichte reflektiert und erzeugt ein Echo, das vom selben Schallkopf erfasst wird.
Rekonstruktion des Graustufenbilds (B-Mode)
Rücklaufzeit und Amplitude des Echos erlauben die Berechnung von Tiefe und Helligkeit jedes Bildpunkts in Echtzeit.
Beurteilung des Blutflusses per Doppler-Methode
Die Frequenzverschiebung der an bewegten roten Blutkörperchen reflektierten Wellen erlaubt die Berechnung von Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses in einem Gefäß.
Evidenz: stark — basierend auf 2 Studien in dieser Datenbank.
Vorteile
Häufige Mythen
MythosUltraschall ist eine minderwertige Untersuchung, die nur eingesetzt wird, wenn CT oder MRT nicht verfügbar sind.
FaktBei vielen Indikationen — Gallensteinen, Venenthrombose, Schwangerschaftsüberwachung — ist der Ultraschall genau die Methode erster Wahl, die andere Untersuchungen hinsichtlich Sicherheit und Echtzeitbeurteilung übertrifft.
MythosDa Ultraschall weder Knochen noch Darmgase durchdringt, ist die Methode generell unzuverlässig.
FaktEs handelt sich um eine reale, gut erforschte Einschränkung bestimmter Strukturen, nicht um einen Mangel der gesamten Methode — zur Beurteilung von Weichteilen, Gefäßen oder parenchymatösen Organen bleibt der Ultraschall hochzuverlässig.
MythosUltraschall ist völlig risikofrei, daher spielt die Leistung der Untersuchung keine Rolle.
FaktDie Untersuchung ist außerordentlich sicher, doch bei hohen akustischen Leistungen, besonders bei länger dauernden fetalen Doppleruntersuchungen, gilt weiterhin der Grundsatz, die niedrigste zur Erzielung eines diagnostischen Bildes notwendige Leistung zu verwenden.
MythosDie Interpretation eines Ultraschallbildes ist einfach und erfordert keine besondere Ausbildung.
FaktQualität und Verlässlichkeit eines Ultraschallbefunds hängen stark von der Erfahrung der untersuchenden Person ab — es ist eine der am stärksten untersucherabhängigen bildgebenden Methoden der Medizin.
Formen & Varianten
Ultraschall (Sonographie) gibt es in mehreren Formen, die sich in Bioverfügbarkeit und Einsatzgebiet unterscheiden — die gewählte Form hat einen echten Einfluss auf die Wirksamkeit der Supplementierung.
Graustufen-Ultraschall (B-Mode)
Klassische strukturelle Organbildgebung in Grautönen.
Am besten geeignet für: Beurteilung der Struktur von Bauchorganen, Schilddrüse und Weichteilen
Doppler-Ultraschall
Beurteilung von Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses in Gefäßen mittels Doppler-Effekt.
Am besten geeignet für: Diagnostik von Venenthrombose, Arterienverengungen, Veneninsuffizienz
3D/4D-Ultraschall
Dreidimensionale Bildrekonstruktion, in der 4D-Variante ergänzt um die Zeitdimension (Echtzeitbewegung).
Am besten geeignet für: Ausgewählte geburtshilfliche Untersuchungen und Beurteilung komplexer anatomischer Strukturen
Transvaginaler/transrektaler (endokavitärer) Ultraschall
Untersuchung mit einem in eine Körperhöhle eingeführten Schallkopf, der höher auflösende Bilder der Beckenstrukturen liefert.
Am besten geeignet für: Gynäkologie, Urologie, Frühschwangerschaft
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Praxis
Häufig gestellte Fragen
Ja — der Ultraschall nutzt keine ionisierende Strahlung und gilt seit Jahrzehnten weltweit als sichere Methode der Schwangerschaftsüberwachung. Dabei gilt weiterhin der Grundsatz, die niedrigste zur Erzielung eines diagnostischen Bildes notwendige akustische Leistung zu verwenden.
Das hängt vom untersuchten Bereich ab — eine Bauchultraschalluntersuchung (besonders der Gallenblase) erfolgt üblicherweise nüchtern, und eine transabdominale Beckenuntersuchung ist bei gefüllter Harnblase oft genauer. Viele andere Ultraschalluntersuchungen erfordern keine besondere Vorbereitung.
Eine typische Untersuchung dauert zehn bis dreißig Minuten, abhängig vom untersuchten Bereich und der Komplexität der klinischen Fragestellung.
Der Ultraschall ist eine der stärker untersucherabhängigen bildgebenden Methoden — Bildqualität und Interpretation hängen stark von Erfahrung und Fertigkeit der untersuchenden Person ab, stärker als bei CT oder MRT.
Bei vielen Indikationen ja, und aufgrund seiner Sicherheit und Echtzeitbildgebung ist er sogar die bevorzugte Methode. In anderen Situationen — Beurteilung knöcherner Strukturen, tiefer liegender Organe bei übergewichtigen Patienten oder durch Darmgase verdeckter Bereiche — liefern CT oder MRT ein genaueres Bild.
Womit kombinieren
Gute Kombinationen
Computertomographie (CT) — Der Ultraschall ist oft die erste Screening-Untersuchung, nach der bei unklarem Befund eine CT als Untersuchung mit höherer struktureller Auflösung angeordnet wird
Magnetresonanztomographie (MRT) — Bei der Beurteilung von Weichteilen wird ein unklarer Ultraschallbefund mitunter durch eine MRT ergänzt, ohne zusätzliche Strahlenbelastung
Röntgen (Röntgenaufnahme) — Ultraschall und Röntgen werden in der muskuloskelettalen Diagnostik mitunter gemeinsam angeordnet, um Weichteile beziehungsweise knöcherne Strukturen zu beurteilen
Sicherheit
Nebenwirkungen & Kontraindikationen
Mögliche Nebenwirkungen
Eine standardmäßige Graustufen-Ultraschalluntersuchung birgt keine bekannten Nebenwirkungen für den Patienten
Vorübergehendes Unbehagen durch den Druck des Schallkopfs, besonders bei der Untersuchung empfindlicher oder schmerzhafter Bereiche
Psychisches oder körperliches Unbehagen bei transvaginalen oder transrektalen Untersuchungen, die einen endokavitären Schallkopf erfordern
Theoretische, leistungsabhängige thermische und mechanische Effekte im Gewebe, vor allem relevant bei länger dauernden fetalen Doppleruntersuchungen, daher der Grundsatz der niedrigsten zur Bilderzeugung notwendigen Leistung
Seltene allergische Reaktionen auf Kontrastmittel, die in der Kontrastmittel-Sonographie (Mikrobläschen) bei ausgewählten, spezialisierten Indikationen eingesetzt werden
Kontraindikationen
Standardmäßiger Graustufen- und Doppler-Ultraschall hat keine wesentlichen absoluten Kontraindikationen
Eine offene Wunde oder Verbrennung an der vorgesehenen Aufsetzstelle des Schallkopfs als relative technische Einschränkung
Die Kontrastmittel-Sonographie mit Mikrobläschen ist bei Patienten mit instabilem Herz-Kreislauf-Zustand oder bedeutsamem Rechts-links-Shunt des Herzens kontraindiziert
Wechselwirkungen
Darmgase streuen und absorbieren Schallwellen stark, was die Bildqualität bei Bauchorganen einschränkt — weshalb manche Untersuchungen nüchtern durchgeführt werden
Ausgeprägtes Übergewicht schwächt die Eindringtiefe der Schallwelle und verschlechtert die Qualität des erzielten Bildes
Der Füllungszustand der Harnblase beeinflusst die Qualität der transabdominalen Beckenbildgebung erheblich — eine gefüllte Blase wirkt als akustisches Fenster, das die Beurteilung erleichtert
Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung mit bariumhaltigem Kontrastmittel hinterlässt Gas und Rückstände im Darm, die eine nachfolgende Bauch-Sonographie erschweren
Die erforderliche Mitarbeit des Patienten (z. B. Luft anhalten) kann die Bildqualität bestimmter Strukturen beeinflussen, besonders im Oberbauch
Erfahrung und Fertigkeit der untersuchenden Person zählen zu den bedeutendsten Faktoren für Qualität und Verlässlichkeit des Ultraschallbefunds — stärker als bei den meisten anderen bildgebenden Verfahren
Lohnt es sich?
Für wen geeignet
- Schwangere mit Bedarf an regelmäßiger Überwachung von fetaler Entwicklung und Wohlbefinden
- Patienten mit Verdacht auf Erkrankungen von Gallenblase, Leber, Nieren oder anderen Bauchorganen
- Personen mit Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose oder andere Gefäßerkrankungen mit Bedarf an Flussbeurteilung
- Patienten mit Bedarf an Echtzeit-Verfahrensführung während einer Biopsie oder Injektion
Nicht geeignet für
- Standardmäßiger Graustufen- und Doppler-Ultraschall hat keine wesentlichen absoluten Kontraindikationen
- Eine offene Wunde oder Verbrennung an der vorgesehenen Aufsetzstelle des Schallkopfs als relative technische Einschränkung
- Die Kontrastmittel-Sonographie mit Mikrobläschen ist bei Patienten mit instabilem Herz-Kreislauf-Zustand oder bedeutsamem Rechts-links-Shunt des Herzens kontraindiziert
Evidenz
Wissenswertes
Typische Ultraschalluntersuchungen nutzen Schallwellen mit einer Frequenz von 2 bis 15 Megahertz, weit oberhalb der oberen Hörgrenze des Menschen (etwa 20 Kilohertz).
Der Doppler-Effekt, genutzt zur Beurteilung des Blutflusses, ist nach dem österreichischen Physiker Christian Doppler benannt, der das Phänomen im 19. Jahrhundert beschrieb.
Schallköpfe höherer Frequenz liefern ein detailreicheres Bild, dringen jedoch weniger tief ins Gewebe ein — die Wahl des Schallkopfs richtet sich daher nach der zu beurteilenden Struktur.
Moderne, tragbare Ultraschallgeräte in Smartphone-Größe ermöglichen die Untersuchung praktisch an jedem Patientenbett.
Studien
Die vorliegende Labor- und epidemiologische Evidenz deutet darauf hin, dass die diagnostische Ultraschallbildgebung in der klinischen Routinepraxis eine sichere Methode bleibt, sofern der Grundsatz der niedrigsten zur Bilderzeugung notwendigen akustischen Leistung eingehalten wird.
ter Haar G., Interface Focus, 2011
Ultrasonic imaging: safety considerations
Starke Evidenzter Haar G · Interface Focus · 2011
Ein Übersichtsartikel zur Labor- und epidemiologischen Evidenz bezüglich der Sicherheit der diagnostischen Sonographie, der die potenziellen thermischen und mechanischen Effekte von Schallwellen im Kontext der klinischen Routineanwendung erörtert.
Studie ansehenUltrasound for fetal assessment in early pregnancy
Starke EvidenzWhitworth M, Bricker L, Mullan C · Cochrane Database of Systematic Reviews · 2015
Eine Cochrane-Übersichtsarbeit über 11 Studien mit mehr als 37.000 Frauen, die zeigt, dass eine routinemäßige Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft die Erkennung von Mehrlingsschwangerschaften und die Genauigkeit der Schwangerschaftsdatierung verbessert.
Studie ansehenQuellen & Literaturverzeichnis
Die Zitate sind für diese Demoversion beispielhaft und erfordern vor der produktiven Veröffentlichung eine vollständige bibliografische Prüfung durch die Redaktion.
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Über die Autoren dieses Eintrags
Autor
dr Piotr ZielińskiEndokrinologe
Piotr praktiziert seit über fünfzehn Jahren Endokrinologie, vor allem im Bereich männlicher Hormonstörungen und Stoffwechselgesundheit. Zu VitMode kam er als wissenschaftlicher Berater, weil er — wie er scherzt — es leid war, bei jedem Termin dieselben Fragen zu Testosteron zu beantworten, und beschloss, die Antworten einmal ordentlich aufzuschreiben. Er begutachtet Inhalte zu Hormontherapie, Supplement-Pharmakologie und Wechselwirkungen und achtet darauf, dass Artikel nie zur Ermutigung zur Selbstsupplementierung werden, wo eigentlich Diagnostik und ärztliche Aufsicht nötig sind. Sein berufliches Motto — „erst der Beweis, dann die Begeisterung" — hat er schon mehr als einem Patienten mitgegeben, der mit einem im Internet gefundenen Supplement-Plan zu ihm kam.
210 Veröffentlichungen auf dieser Seite
Fachliche Prüfung
dr Katarzyna LewandowskaKardiologin
Katarzyna arbeitet als Kardiologin an einem Warschauer Universitätsklinikum und beschäftigt sich seit Jahren mit kardiovaskulärer Prävention — sie versucht, wie sie sagt, Menschen zur Verhaltensänderung zu bewegen, bevor sie auf ihrer Station landen, nicht danach. Zu VitMode stieß sie nach mehreren Gesprächen mit Anna auf einer Konferenz zur Lifestyle-Medizin, wo beide dieselbe Frustration entdeckten: ein Internet voller widersprüchlicher Aussagen zu Cholesterin, Aspirin und Herz-Supplementen, ohne klares Signal, was tatsächlich durch Forschung gestützt wird. Sie begutachtet Inhalte zu Herz-Kreislauf-Gesundheit, Lipidprofilen und medikamentöser Prävention und unterscheidet dabei konsequent, was einer statistischen Population hilft und was für eine bestimmte Person sinnvoll ist. In ihrer Freizeit fährt sie Rennrad — nicht für die Leistung, sondern weil man, wie sie sagt, schwer glaubwürdig über Prävention schreiben kann, ohne sie selbst zu praktizieren.
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Kommentare (2)
- KW
Kasia W. vor 2 Wochen
Sehr übersichtlich beschrieben, besonders der Abschnitt zu den Wechselwirkungen — das hatte ich so an keiner anderen Stelle gesehen.
- MT
Marek T. vor einem Monat
Plant ihr ein Update mit der neuesten Studie aus diesem Jahr? Ich habe eine interessante Metaanalyse gesehen.
