SSRI- und SNRI-Absetzsyndrom: die FINISH-Eselsbrücke, die von der Halbwertszeit abhängige Risikostufe und wie man es von einem Rückfall der Depression unterscheidet
SSRI (z. B. Sertralin, Escitalopram, Fluoxetin) und SNRI (Venlafaxin, Duloxetin) sind bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen wirksam und in der Regel gut verträglich, doch ihr abruptes Absetzen — besonders nach längerer Einnahme — kann ein Absetzsyndrom mit einem erkennbaren Symptommuster auslösen, das oft als Rückfall der Grunderkrankung missverstanden wird. Risiko und Schwere dieser Symptome unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Medikamenten, vor allem abhängig von ihrer Halbwertszeit. Dieser Artikel erklärt, wie man das Absetzsyndrom mit der klinischen FINISH-Eselsbrücke erkennt, wie es sich von einem depressiven Rückfall unterscheidet und warum das sichere Absetzen eines Antidepressivums einen mit dem Arzt abgestimmten Plan erfordert, keine eigenständige Entscheidung.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Warum das Absetzen eines Antidepressivums mehr ist als nur die Tablette weglassen
- →FINISH — eine Eselsbrücke, die beim Erkennen der Symptome hilft
- →Warum die Halbwertszeit des Medikaments über das Risiko entscheidet
- →Der Mechanismus — was im Gehirn nach abruptem Absetzen passiert
- →Wie groß ist das Problem — was ein systematischer Review zeigt
- →Absetzsyndrom versus depressiver Rückfall — wie man sie unterscheidet
- →Wer das höchste Risiko trägt
- →Wie ein sicheres Absetzen in der Praxis aussieht
- →Was diese Daten nicht belegen — Grenzen
- →Unsere redaktionelle Empfehlung




