Mariendistel und Lebergesundheit: Was zeigt die Forschung wirklich?
Mariendistel — genauer gesagt das darin enthaltene Silymarin — ist eines der meistverkauften „Leber"-Präparate weltweit, vermarktet als natürlicher Schutz vor Alkohol, Medikamenten und fettem Essen. Die Beweislage ist jedoch weit uneinheitlicher, als das Etikett vermuten lässt: Silymarin senkt Leberenzyme in Metaanalysen zur nichtalkoholischen Fettlebererkrankung, doch in einer der bestangelegten Studien zu chronischer Hepatitis C zeigten selbst hohe Dosen keine bessere Wirkung als Placebo, und eine Cochrane-Übersicht fand in hochwertigen Studien keinen bestätigten Effekt auf die Sterblichkeit.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Eine Volksheilpflanze, die zur Präparate-Industrie wurde
- →Wirkmechanismus: warum es die Leber überhaupt schützen könnte
- →Was die Forschung bei nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) zeigt
- →Wo Silymarin versagt: hohe Dosen bei chronischer Hepatitis C
- →Was die Cochrane-Übersicht zur Sterblichkeit zeigt
- →Drei Studien, ein einheitliches Bild
- →Mythos gegen Fakt: „entgiftet" Mariendistel die Leber wirklich
- →Sicherheit, Wechselwirkungen und wer vorsichtig sein sollte
- →Für wen eine Supplementierung realistisch sinnvoll sein könnte
- →Die Zahlen im Überblick
- →Unsere redaktionelle Empfehlung








