Künstliche Süßstoffe und Insulin: Erhöhen sie trotz null Kalorien den Blutzucker?
"Null Kalorien, also null Wirkung auf den Körper" — diese Annahme steht hinter der Beliebtheit künstlicher Süßstoffe bei Menschen, die auf ihren Blutzuckerspiegel achten. Doch zwei solide wissenschaftliche Studien zeichnen ein deutlich komplexeres, ja sogar widersprüchliches Bild. Eine große Netzwerk-Metaanalyse mit 36 Studien fand keinerlei Wirkung künstlich gesüßter Getränke auf Glukose oder Insulin im Vergleich zu Wasser — doch diese Studien testeten größtenteils eine einzelne, einmalige Dosis. Eine 10-wöchige klinische Studie hingegen, die den täglichen, chronischen Konsum von reinem Sucralose testete, zeigte einen realen, messbaren Anstieg des Insulinspiegels und einen Rückgang der Insulinsensitivität bei gesunden jungen Erwachsenen. Dieser Widerspruch selbst ist die interessanteste Erkenntnis dieses Artikels — denn er legt nahe, dass ein einzelner Schluck eines gesüßten Getränks wahrscheinlich nichts bewirkt, eine tägliche, wochenlange Gewohnheit aber etwas völlig anderes sein könnte.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Warum das kein Artikel mit einer eindeutigen Antwort ist
- →Beweis Nummer eins: Eine einzelne Dosis macht keinen Unterschied
- →Beweis Nummer zwei: Chronischer Konsum ist eine andere Geschichte
- →Wie diese beiden scheinbar widersprüchlichen Ergebnisse zu vereinbaren sind
- →Was das in der Praxis bedeutet
- →Einschränkungen, die man im Kopf behalten sollte
- →Praktische Zusammenfassung
- →Unsere redaktionelle Empfehlung






