Vitamin D und Multiple Sklerose — senkt eine Supplementierung das Schubrisiko?
Niedrige Vitamin-D-Spiegel und geringe Sonnenexposition werden in Beobachtungsstudien seit Langem mit einem höheren Risiko und einer höheren Häufigkeit von Multipler Sklerose (MS) in Verbindung gebracht. Das führte Forscher zu der Frage, ob eine Vitamin-D-Supplementierung tatsächlich die Zahl der Krankheitsschübe verringern oder das Fortschreiten der Behinderung bei bereits an MS erkrankten Menschen verlangsamen kann. Eine Metaanalyse von neun randomisierten Studien aus dem Jahr 2021 lieferte eine Antwort, die viele überraschen wird — und zeigt, wie groß die Kluft zwischen einem starken beobachteten Zusammenhang und einem nachgewiesenen Interventionseffekt sein kann.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Was Multiple Sklerose ist und warum Vitamin D in diesem Zusammenhang überhaupt wieder aufkam
- →Was die Metaanalyse von 2021 genau untersuchte
- →Warum sich ein starker beobachteter Zusammenhang nicht in Interventionsstudien niederschlug
- →Was diese Metaanalyse sagt — und was nicht
- →Warum das kein Grund ist, auf krankheitsmodifizierende Medikamente zu verzichten
- →Was in der Praxis sinnvoll ist
- →Zusammenfassung im Überblick
- →Unsere redaktionelle Empfehlung





