Vitamin D und Erkältungen: Was zeigen die großen Metaanalysen?
"Vitamin D stärkt die Immunabwehr und schützt vor Erkältungen" ist eine der meistwiederholten Aussagen rund um Nahrungsergänzung — und in diesem Fall ist die populäre Aussage gleichzeitig wahr und irreführend. Zwei große Metaanalysen randomisierter Studien, darunter eine auf Basis individueller Teilnehmerdaten aus 25 Studien, zeigen einen realen, aber moderaten Schutzeffekt gegen Atemwegsinfekte — vorausgesetzt, Vitamin D wird täglich oder wöchentlich in moderater Dosis eingenommen. Das in der Nahrungsergänzungsmittel-Werbung beliebte Modell "eine große Dosis pro Monat oder Quartal" liefert diesen Effekt in der Praxis nicht. Dieser Artikel erklärt, warum die Art der Dosierung wichtiger ist als die bloße Entscheidung, überhaupt zu supplementieren.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Eine populäre Aussage, die nur zur Hälfte stimmt
- →Die BMJ-Metaanalyse von 2017 — individuelle Teilnehmerdaten aus 25 Studien
- →Warum tägliche Dosierung besser wirkt als eine seltene große Bolusdosis
- →Wer am meisten profitiert — stärkerer Effekt bei Menschen mit Mangel
- →Das Update von 2021 — eine größere Stichprobe, ein sich wandelndes Bild
- →Ehrlichkeit gegenüber den eigenen früheren Schlussfolgerungen
- →Welche Dosis und welches Schema tatsächlich durch Daten gestützt werden
- →Sicherheit — birgt die Supplementierung ein zusätzliches Risiko?
- →Grenzen dieser Daten
- →Unsere redaktionelle Empfehlung










