Riboflavin (Vitamin B2) und Migräne — was zeigt die Metaanalyse?
Magnesium ist nicht das einzige Nahrungsergänzungsmittel mit sinnvoller wissenschaftlicher Unterstützung zur Migräneprophylaxe. Riboflavin, also Vitamin B2, wirkt über einen völlig anderen Mechanismus — nicht über Neurotransmission und Gefäßtonus, sondern über die Unterstützung des Energiestoffwechsels der Nervenzellen. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2022, die neun Studien und 673 Teilnehmer umfasste, zeigt, dass die Supplementierung von 400 mg Riboflavin täglich über drei Monate die Anzahl der Migränetage, die Dauer der Attacken, ihre Häufigkeit und die Schmerzintensität signifikant reduzierte. In diesem Artikel prüfen wir genau, was diese Ergebnisse bedeuten, wie stark die Evidenz ist und warum Riboflavin eine eigenständige, ergänzende Option zu Magnesium ist und kein Ersatz dafür.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Migräne ist mehr als starke Kopfschmerzen
- →Warum ausgerechnet Vitamin B2 — der mitochondriale Mechanismus
- →Was die Metaanalyse von 2022 zeigt
- →Was die hohe Heterogenität (I²) in dieser Metaanalyse bedeutet
- →Einschränkungen, an die man denken sollte
- →Was das in der Praxis bedeutet
- →Praktische Zusammenfassung
- →Unsere redaktionelle Empfehlung




