VitMode

Kreatin und Nierengesundheit — Ist die Supplementierung sicher?

„Kreatin zerstört die Nieren“ ist einer der hartnäckigsten Nahrungsergänzungsmythen — wiederholt nicht nur von Online-Skeptikern, sondern manchmal auch von Ärzten, die einen erhöhten Kreatininwert im Blutbild eines Patienten sehen. Eine aktuelle Metaanalyse von 2025, die 12 Studien und 440 Teilnehmer umfasst, erlaubt es, zwei Dinge zu trennen, die leicht verwechselt werden: einen kleinen, realen Anstieg des Kreatininspiegels im Blut von einer tatsächlichen Schädigung der Nierenfunktion, gemessen an der GFR.

MNMichał Nowak25. August 202611 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Ein Mythos, der nicht verschwinden will

Kreatin ist eines der am besten erforschten Nahrungsergänzungsmittel der Welt — wir haben das ausführlicher in unserem Wissensdatenbank-Eintrag zu Kreatin beschrieben — und trotzdem hält sich ein besonders hartnäckiger Mythos: dass regelmäßige Kreatineinnahme die Nieren „belastet“ oder gar „zerstört“. Diese Überzeugung ist so verbreitet, dass die Frage nach der Nierensicherheit von Kreatin in fast jedem Gespräch über den Beginn einer Supplementierung auftaucht — manchmal gestellt von der Person selbst, manchmal, interessanterweise, von einem Hausarzt, der mit dieser speziellen biochemischen Nuance nicht vertraut ist.

Dieser Mythos kommt nicht aus dem Nichts. Er hat seine Wurzeln in einem echten, messbaren Laborphänomen — das nur falsch interpretiert wird. Dieser Artikel erklärt genau, worin dieses Phänomen besteht, was die neueste, diesem Thema gewidmete Metaanalyse von 2025 zeigt und — vor allem — wie man einen harmlosen Stoffwechseleffekt von einem tatsächlichen Warnsignal für die Nierenfunktion unterscheidet.

Woher der Mythos kommt: Kreatin, Kreatinin und ein Buchstabe Unterschied

Kreatin und Kreatinin sind zwei verschiedene Substanzen, auch wenn nur ihre Endungen sie unterscheiden — und genau diese Namensähnlichkeit ist Teil des Problems. Kreatin wird in den Muskeln als Phosphokreatin gespeichert und für die schnelle ATP-Resynthese bei Belastung genutzt. Kreatinin hingegen ist ein Nebenprodukt dieses Prozesses — es entsteht nicht-enzymatisch, wenn Phosphokreatin und Kreatin in den Muskeln langsam und spontan abgebaut werden. Mit anderen Worten: Kreatinin ist ein natürliches metabolisches „Abfallprodukt“ von Kreatin, keine toxische Nebenwirkung davon.

Kreatinin gehört zu den am häufigsten gemessenen Parametern im Routineblutbild, weil sein Blutspiegel ein Standardmarker zur Schätzung der Nierenfunktion ist — die Nieren filtern Kreatinin bei einer bestimmten Person mit relativ konstanter Rate aus dem Blut, sodass ein erhöhter Wert normalerweise auf eine schlechtere Filtration hindeutet. Das Problem ist, dass die Kreatininmenge im Blut nicht nur davon abhängt, wie gut die Nieren arbeiten, sondern auch davon, wie viel Kreatinin überhaupt produziert wird — und eine Kreatinsupplementierung erhöht den Substratpool, aus dem Kreatinin entsteht. Mehr Kreatin in den Muskeln bedeutet mehr Kreatinin als natürliches Umsatzprodukt, völlig unabhängig davon, ob die Nieren besser, schlechter oder genauso arbeiten wie zuvor.

Eine Analogie, die hilft, sich das zu merken

Es ist ein bisschen so, als würde man die Effizienz der Müllabfuhr eines Haushalts danach beurteilen, wie viel Müll der Haushalt produziert. Ziehen mehr Menschen in das Haus ein, steigt die Müllmenge — nicht weil die Müllabfuhr schlechter arbeitet, sondern weil es einfach mehr abzutransportieren gibt. Ähnlich verhält es sich hier: Mehr Kreatin im Körper bedeutet mehr Kreatinin, das gefiltert werden muss, was für sich genommen nichts darüber aussagt, ob die „Filterfirma“ — die Nieren — schlechter arbeitet.

Was die Metaanalyse von 2025 zeigte

Bisher deuteten einzelne, kleinere Studien auf dasselbe Muster hin, aber erst diese aktuelle, speziell dieser Frage gewidmete Metaanalyse erlaubt es, das Phänomen gebündelt, an einer größeren Gesamtstichprobe, zu betrachten.

Effect of creatine supplementation on kidney function: a systematic review and meta-analysis

Mäßige Evidenz

Naeini EK, Eskandari M, Mortazavi M, Gholaminejad A, Karevan N · BMC Nephrology · 2025

Ein systematischer Review und eine Metaanalyse über 12 Studien, in denen insgesamt 177 Personen Kreatin einnahmen und 263 als Kontrollgruppe dienten. Die Kreatinsupplementierung war mit einem kleinen, aber statistisch signifikanten Anstieg des Blut-Kreatinins verbunden (mittlere Differenz 0,07 µmol/l; 95%-KI 0,01 bis 0,12; p=0,03). Dieser Effekt zeigte sich vor allem in Kurzzeitstudien (bis zu 1 Woche) und schwächte sich bei mittelfristigen Beobachtungen (1–12 Wochen) ab. Gleichzeitig wurde kein statistisch signifikanter Unterschied bei der glomerulären Filtrationsrate (GFR) zwischen der Kreatin- und der Kontrollgruppe festgestellt — die GFR ist das direkte, funktionelle Maß dafür, wie gut die Nieren tatsächlich arbeiten.

Studie ansehen

Die Autoren der Metaanalyse interpretieren dieses Ergebnis im Einklang mit dem im vorherigen Abschnitt beschriebenen Mechanismus: Der leichte Anstieg des Kreatinins spiegelt höchstwahrscheinlich einen erhöhten metabolischen Umsatz von Kreatin wider — also mehr Substrat, das in Kreatinin umgewandelt wird — und nicht eine tatsächliche Verschlechterung der Nierenfunktion. Würde die Supplementierung die Nierenfiltration wirklich beeinträchtigen, wäre ein paralleler Rückgang der GFR zu erwarten. Das ist nicht geschehen — die GFR blieb trotz des messbaren Anstiegs des Kreatinins stabil.

Kreatinin steigt, GFR unverändert — warum diese Unterscheidung entscheidend ist

Zwei verschiedene Fragen, zwei verschiedene Antworten

Mäßige Evidenz

„Ist der Kreatininspiegel im Blut gestiegen?“ und „filtern die Nieren das Blut schlechter?“ sind zwei verschiedene Fragen, die die Metaanalyse von 2025 sehr klar trennt. Die Antwort auf die erste lautet: ja, leicht und statistisch signifikant. Die Antwort auf die zweite, weitaus wichtigere Frage lautet: nein, kein feststellbarer Unterschied. Die GFR (glomeruläre Filtrationsrate) ist ein direktes Maß dafür, wie viel Blut die Nieren pro Zeiteinheit filtern können — ein reales, funktionelles Ergebnis der Organleistung, nicht nur der Spiegel eines einzelnen Metaboliten im Blut. Kreatinin ist nur ein indirekter Ersatzmarker, der genau deshalb verwendet wird, weil er normalerweise mit der GFR korreliert — aber die Kreatinsupplementierung ist eine der wenigen Situationen, in denen diese Korrelation aus Gründen auseinanderdriftet, die nichts mit der Nierenfunktion zu tun haben.

Genau dieser Mechanismus erklärt, warum sich der Mythos rund um Kreatin und Nieren so hartnäckig hält. Jemand, der Kreatin einnimmt, macht ein Routine-Blutbild, sieht ein leicht über dem Referenzbereich liegendes Kreatinin und schließt — ohne Kontext — daraus, dass etwas mit den Nieren nicht stimmt. Manchmal unterläuft derselbe Fehler auch einem Arzt, der mit dieser speziellen Nuance nicht vertraut ist, besonders wenn der Patient die Kreatinsupplementierung beim Termin nicht erwähnt. In beiden Fällen führt ein einzelner erhöhter Kreatininwert zu unnötiger Sorge und manchmal zur Empfehlung, das Präparat abzusetzen, obwohl die tatsächliche Nierenfunktion — gemessen an der GFR — unverändert bleibt.

Wie man diesen Effekt in der Praxis von einem echten Problem unterscheidet

  • Ein alleiniger Kreatininanstieg bei jemandem, der Kreatin einnimmt, mit normaler GFR und ohne Symptome, ist normalerweise kein Grund zur Sorge
  • Es lohnt sich, den Arzt vor der Interpretation eines Blutbilds über die Kreatinsupplementierung zu informieren — dieser eine Satz erspart unnötige Sorgen und Fehldiagnosen
  • Bei Zweifeln kann der Arzt eine zusätzliche GFR-Messung anordnen (oder sie mit einer Formel schätzen, die weitere Marker wie Cystatin C berücksichtigt), statt sich allein auf das Kreatinin zu stützen
  • Symptome, die tatsächlich beunruhigen sollten — Ödeme, ein deutlicher Rückgang der Urinmenge, starke Erschöpfung in Kombination mit anderen Symptomen — sind keine typischen Effekte der Kreatinsupplementierung und erfordern immer eine ärztliche Abklärung, unabhängig von der eingenommenen Supplementierung

Für wen diese Daten KEIN Sicherheitsbeweis sind

Gesunde Nieren sind nicht dasselbe wie erkrankte Nieren

Die Metaanalyse von 2025 umfasste, wie die meisten früheren Kreatinstudien, gesunde Menschen ohne diagnostizierte Nierenerkrankung. Das ist eine wichtige Interpretationseinschränkung: Diese Ergebnisse bestätigen das Fehlen eines negativen Effekts auf die Nierenfunktion bei Menschen, deren Nieren von Anfang an normal arbeiteten — sie sagen nichts Verbindliches über die Sicherheit der Supplementierung bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung, verringerter GFR oder anderen diagnostizierten Nierenleiden aus. Geschädigte oder geschwächte Nieren könnten mit der zusätzlichen Stoffwechselbelastung durch die Verarbeitung von mehr Kreatin und Kreatinin anders umgehen, und eine Übertragung der Ergebnisse aus einer gesunden Population auf eine Population mit Nierenerkrankung ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.

Hinzu kommt eine Einschränkung der Metaanalyse selbst: Eine Gesamtstichprobe von 177 Personen, die in 12 Studien Kreatin einnahmen, ist solide für diese Art von systematischem Review, aber in absoluten Zahlen immer noch relativ klein. Die einzelnen Studien unterschieden sich zudem in Dauer und Dosierungsprotokollen, was die Sicherheit von Aussagen über die Effekte einer sehr langfristigen Supplementierung (viele Jahre) im Vergleich zu den Zeiträumen von Wochen bis wenigen Monaten, die in den analysierten Studien dominierten, einschränkt.

Menschen mit Nierenerkrankung: erst der Arzt, dann das Präparat

Menschen mit diagnostizierter chronischer Nierenerkrankung, verringerter GFR oder solche, die nephrotoxische (nierenbelastende) Medikamente einnehmen, sollten die Kreatinsupplementierung vor Beginn mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, nicht erst danach. Eine individuelle Einschätzung des Nierenstatus und eines möglichen Risikos ist für diese Gruppe notwendig — die Daten dieses Artikels betreffen eine gesunde Population und sollten nicht als pauschale Sicherheitsgarantie für alle verstanden werden.

Mythos gegen Fakt

Mythos

Kreatin erhöht den Kreatininspiegel im Blut, belastet und schädigt also die Nieren — bei jedem, der es einnimmt.

Fakt

Kreatinin steigt leicht an, weil es ein natürliches Umsatzprodukt eines größeren Kreatinpools in den Muskeln ist — das ist der mathematische Effekt von „mehr Substrat, mehr Nebenprodukt“, kein Zeichen für eine schlechtere Nierenfunktion. Die Metaanalyse von 2025 zeigt, dass das tatsächliche Maß der Nierenfunktion (GFR) dabei unverändert bleibt, was auf keine echte Nierenschädigung bei gesunden Menschen hindeutet.

Was in der Praxis zu tun ist

Praktische Erkenntnisse für Menschen, die eine Kreatinsupplementierung erwägen oder fortsetzen

  • Die Standarddosierung von Kreatin (meist 3–5 g Monohydrat täglich) ist nach aktueller Evidenz für gesunde Erwachsene im Hinblick auf die Nierenfunktion sicher
  • Menschen mit jeglicher diagnostizierter Nierenerkrankung oder unter potenziell nierenbelastenden Medikamenten sollten die Supplementierung zuerst mit einem Arzt besprechen, statt anzunehmen, dass die Daten für die gesunde Bevölkerung automatisch auch für sie gelten
  • Es lohnt sich, dem Arzt bei jedem Routine-Blutbild mit Kreatininmessung von der Kreatinsupplementierung zu berichten — das verhindert eine Fehlinterpretation eines einzelnen Ergebnisses
  • Regelmäßige, vernünftige Flüssigkeitszufuhr ist eine sinnvolle allgemeine Regel für einen gesunden Lebensstil — es gibt jedoch keine Belege in der verfügbaren Forschung dafür, dass Kreatin eine besondere, erhöhte Wasseraufnahme über die Standardempfehlungen hinaus erfordert
  • Ein einzelner erhöhter Kreatininwert bei normalem Wohlbefinden und ohne andere beunruhigende Symptome ist für sich genommen kein Grund, das Präparat ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen

Kreatin und Nieren im Überblick

FrageKurze Antwort
Erhöht Kreatin den Kreatininspiegel?Ja, leicht — im Schnitt um 0,07 µmol/l (Metaanalyse 2025)
Bedeutet das eine Nierenschädigung?Nicht bei gesunden Menschen — die GFR, das reale Maß der Nierenfunktion, blieb unverändert
Warum steigt Kreatinin, wenn die Nieren gut arbeiten?Kreatin wird natürlich als Stoffwechselprodukt in Kreatinin umgewandelt — mehr Substrat bedeutet mehr Produkt
Gelten die Ergebnisse auch für Menschen mit Nierenerkrankung?Nein — untersucht wurden gesunde Menschen; Menschen mit Nierenerkrankung sollten einen Arzt konsultieren
Ist die Standarddosierung für gesunde Erwachsene sicher?Ja, nach aktueller Evidenz — ohne nachgewiesenen negativen Effekt auf die Nierenfunktion

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Unsere redaktionelle Empfehlung

Der Mythos rund um Kreatin und Nieren ist ein gutes Beispiel dafür, wie leicht ein einzelnes, aus dem Kontext gerissenes Laborergebnis einen falschen Glauben über Jahre festigen kann — selbst bei Menschen, die täglich mit Blutbildern arbeiten. Die Metaanalyse von 2025 ist nicht die erste Stimme zu diesem Thema, aber eine der präzisesten: Sie trennt klar, was tatsächlich steigt (Kreatinin, geringfügig), von dem, was uns wirklich interessieren sollte (die Filtrationsfunktion der Nieren, gemessen an der GFR, die stabil bleibt).

Gleichzeitig erfordert die Ehrlichkeit gegenüber den Daten einen klaren Vorbehalt: Das ist ein Sicherheitsbeweis für gesunde Menschen, keine universelle Garantie für alle. Wer eine Nierenerkrankung hatte oder gerade behandelt, sollte diese Entscheidung gemeinsam mit einem Arzt treffen — nicht auf Basis eines Artikels im Internet, auch nicht dieses hier.

Ein erhöhtes Kreatinin bei jemandem, der Kreatin nimmt, ist meist Mathematik des Stoffwechsels, kein Alarmsignal der Nieren — aber diese Unterscheidung sollte man kennen, bevor man sie im eigenen Blutbild sieht, nicht erst danach.

Michał Nowak, VitMode-Redaktion

Häufig gestellte Fragen

Laut der Metaanalyse von 2025 (12 Studien, 177 Personen mit Kreatineinnahme) — nein. Der Kreatininspiegel stieg leicht an, aber die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), das reale Maß der Nierenfunktion, zeigte keine statistisch signifikante Veränderung gegenüber der Kontrollgruppe.

Kreatinin entsteht als natürliches, nicht-enzymatisches Nebenprodukt des Abbaus von Kreatin und Phosphokreatin in den Muskeln. Die Supplementierung erhöht den gesamten Kreatinpool des Körpers, sodass automatisch auch mehr Kreatinin aus diesem Pool entsteht — unabhängig davon, wie gut die Nieren arbeiten.

Bei jemandem, der Kreatin einnimmt, ohne Symptome und mit normaler GFR, ist ein leicht erhöhter Kreatininwert normalerweise kein Alarmsignal. Es lohnt sich dennoch, den befundenden Arzt über die Supplementierung zu informieren, um eine Fehldiagnose zu vermeiden, und bei Zweifeln eine zusätzliche GFR-Messung zu erwägen.

Die Metaanalyse von 2025 untersuchte gesunde Menschen, sodass ihre Ergebnisse nicht automatisch auf Menschen mit chronischer Nierenerkrankung übertragen werden können. Diese Gruppe sollte die Supplementierung vor Beginn mit ihrem behandelnden Arzt besprechen — geschwächte Nieren könnten anders auf die zusätzliche Stoffwechselbelastung reagieren.

Die verfügbare Evidenz deutet nicht darauf hin, dass Kreatin eine besondere, erhöhte Wasseraufnahme über die üblichen allgemeinen Hydrationsempfehlungen hinaus erfordert. Eine vernünftige Flüssigkeitszufuhr ist unabhängig von der Supplementierung eine gute Praxis, es gibt aber keine Grundlage, sie als für Kreatin spezifisch notwendige Schutzmaßnahme zu betrachten.

In den analysierten Studien war der Anstieg des Kreatinins in kurzfristigen Beobachtungen (bis zu einer Woche) am deutlichsten und schwächte sich bei mittelfristigen Zeiträumen (1–12 Wochen) ab. Die Stichprobe der Metaanalyse war jedoch zu begrenzt, um sichere Schlüsse über die Effekte einer über Jahre fortgesetzten Supplementierung zu ziehen.

Nicht immer — es handelt sich um eine recht spezifische biochemische Nuance, und Patienten erwähnen eine Kreatinsupplementierung bei einem Routinetermin selten. Deshalb lohnt es sich, den Arzt von sich aus über die Kreatineinnahme zu informieren, bevor er den Kreatininwert interpretiert, statt anzunehmen, dass dieser Kontext offensichtlich ist.

Quellen

MN

Michał Nowak

MSc klinische Ernährungswissenschaft, zertifizierter Sporternährungscoach

Michał ist spezialisiert auf metabolische Ernährung, intermittierendes Fasten und Sportsupplementierung.

Verwandte Artikel

Dłoń zapisująca listę kontrolną w notesie

Nebenwirkungen der TRT – wovor sollte man sich wirklich fürchten?

Internetforen schüren Angst vor Prostatakrebs und Herzinfarkt, während das häufigste Problem der meisten Patienten dickeres Blut und Akne ist. Wir haben die Nebenwirkungen der TRT nach realem Risiko geordnet — nicht danach, was am erschreckendsten klingt.

13 min

15. August 2026

Niebieski mankiet do mierzenia ciśnienia krwi

TRT und Blutdruck – kann die Testosterontherapie ihn erhöhen?

Testosterontherapie erhöht bei einem Teil der Männer den Blutdruck messbar — der Effekt ist meist bescheiden, aber real und am stärksten mit einem Anstieg des Hämatokrits verbunden. Das ist kein Grund, TRT zu meiden, aber ein Parameter, der in die routinemäßige Überwachung neben Blutbild, Lipidprofil und PSA gehört.

11 min

15. August 2026

Lekarka wykonująca badanie USG w nowoczesnej klinice

TRT und die Leber – schadet Testosteron in Spritzenform der Leber?

"Testosteron zerstört die Leber" ist eine der am häufigsten wiederholten Warnungen bei TRT — und eine der ungenauesten. Wir erklären, woher diese Angst kommt, warum die Verabreichungsform hier absolut entscheidend ist, und was die Studien zu Injektionen, Gel und Tabletten wirklich zeigen.

13 min

20. August 2026

Model mózgu na niebieskim talerzu, widok z góry

Kreatin und kognitive Funktion: Wem hilft es wirklich bei Gedächtnis und Konzentration?

Jahrzehntelang wurde Kreatin ausschließlich mit dem Fitnessstudio assoziiert — heute wird es zunehmend als Nootropikum für jeden beworben, der Gedächtnis und Konzentration verbessern möchte. Die neuesten Metaanalysen zeichnen jedoch ein deutlich selektiveres Bild, als populäre Schlagzeilen vermuten lassen: Der Nutzen fürs Gehirn ist real, aber klar auf bestimmte Gruppen konzentriert, nicht universell für jeden gesunden, jungen Anwender.

13 min

24. August 2026

Verwandte Einträge der Wissensdatenbank

Kommentare (2)

  • KW

    Kasia W. vor 2 Wochen

    Sehr übersichtlich beschrieben, besonders der Abschnitt zu den Wechselwirkungen — das hatte ich so an keiner anderen Stelle gesehen.

  • MT

    Marek T. vor einem Monat

    Plant ihr ein Update mit der neuesten Studie aus diesem Jahr? Ich habe eine interessante Metaanalyse gesehen.