Zöliakie und nicht-zöliakische Glutensensitivität: Wie unterscheiden sie sich und wie werden sie diagnostiziert?
„Glutenunverträglichkeit“ ist ein Begriff, unter dem sich in der Praxis zwei völlig unterschiedliche Phänomene verbergen: Zöliakie — eine Autoimmunerkrankung mit klarem diagnostischem Test, von der in den USA vermutlich über eine Million Menschen betroffen sind, ohne es zu wissen — und nicht-zöliakische Glutensensitivität, deren Existenz als spezifische Reaktion auf Gluten durch eine Folgestudie desselben Forschungsteams, das sie zuvor beschrieben hatte, selbst infrage gestellt wurde. Dies ist einer der selteneren Fälle in der Medizin, in denen die Wissenschaft sich innerhalb von zwei Jahren offen selbst korrigierte.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Ein Begriff, zwei völlig unterschiedliche Phänomene
- →Das Ausmaß nicht diagnostizierter Zöliakie — was die NHANES-Studie zeigte
- →Wie Zöliakie tatsächlich diagnostiziert wird
- →Die Geschichte einer wissenschaftlichen 180-Grad-Wende: die Studie von 2011
- →Dasselbe Team, eine strengere Studie, ein gegenteiliges Ergebnis
- →Mythos vs. Fakt: bedeutet „Glutenunverträglichkeit“ eine Reaktion auf Gluten
- →Symptome, die sich überschneiden und die Unterscheidung erschweren
- →Was in der Praxis zu tun ist
- →Grenzen dieser Daten
- →Unsere redaktionelle Empfehlung







