Schwindel: Ursachen und wann man sich Sorgen machen sollte
Schwindel ist eines der uneindeutigsten Symptome der Medizin — bei der einen Person bedeutet er einen harmlosen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (BPLS), der nach wenigen physiotherapeutischen Manövern verschwindet, bei einer anderen kann er das erste Anzeichen eines Hirnstamminfarkts sein. Als Kardiologin betrachte ich dieses Symptom vor allem aus der Perspektive des Kreislaufsystems — orthostatische Hypotonie, Herzrhythmusstörungen —, aber ebenso wichtig ist zu wissen, wann das Problem über die Kardiologie hinausgeht und eine dringende neurologische oder HNO-ärztliche Abklärung erfordert. Wir prüfen, was harmlose Schwindelursachen tatsächlich von jenen unterscheidet, die eine sofortige Beurteilung im Krankenhaus erfordern.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Schwindel ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Symptom mit vielen Gesichtern
- →Die häufigsten Ursachen — das Bild aus einer großen systematischen Übersichtsarbeit
- →BPLS — die häufigste harmlose Ursache echten Drehschwindels
- →Orthostatische Hypotonie — eine häufige, aber leicht übersehene kardiovaskuläre Ursache
- →Herzrhythmusstörungen — wenn Schwindel seinen Ursprung im Herzen hat
- →Wann es ein Schlaganfall sein könnte — der HINTS-Test und Warnsignale
- →Weitere häufige Ursachen — von Dehydrierung bis Neuritis vestibularis
- →Wie man Schwindelarten vorläufig unterscheiden kann
- →Wann zum Kardiologen und wann zum Neurologen oder HNO-Arzt
- →Grenzen dieser Daten
- →Unsere redaktionelle Empfehlung






