PMDS — was unterscheidet es von PMS?
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) und die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) werden oft als dieselbe Sache behandelt, nur in unterschiedlicher Intensität. Das ist ein Irrtum — PMDS ist im DSM-5 eine eigenständige diagnostische Kategorie, dominiert nicht von Blähungen oder Brustspannen, sondern von schweren, zyklischen Stimmungssymptomen: Reizbarkeit bis an die Grenze der Explosivität, tiefe Traurigkeit, Angst und das Gefühl des Kontrollverlusts, so stark ausgeprägt, dass sie Arbeit und Beziehungen an einem guten Dutzend Tagen jeden Monat real durcheinanderbringen. Wir erklären, woher diese Unterscheidung kommt, was Studien über ihre biologische Grundlage zeigen und warum SSRI — manchmal nur während der halben Zykluszeit eingenommen — die Behandlung erster Wahl sind.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →PMDS ist nicht „schwereres PMS" — es ist eine eigenständige diagnostische Kategorie
- →DSM-5-Kriterien — was PMDS formal definiert
- →Wie viele Frauen sind tatsächlich von PMDS betroffen
- →Es geht nicht um den Hormonspiegel, sondern um eine untypische Empfindlichkeit dafür
- →Allopregnanolon und GABA-A-Rezeptoren — ein vorgeschlagener molekularer Mechanismus
- →Symptome, die man leicht mit PMS oder Depression verwechselt
- →Wer stärker gefährdet ist und wann es kein „Aussitzen" mehr ist
- →Behandlung: SSRI, auch mit auf die Lutealphase begrenzter Dosierung
- →Andere Behandlungsoptionen und ihre Grenzen
- →Grenzen dieser Daten
- →Unsere redaktionelle Empfehlung








