Fibromyalgie — was wirklich hilft?
Fibromyalgie wurde lange als Krankheit beschrieben, die sich in keinem Standardblut- oder Bildgebungstest „zeigt" — was über Jahrzehnte dazu führte, dass manche Ärzte die Beschwerden von Patientinnen und Patienten bagatellisierten und diese eine frustrierende Odyssee zwischen Fachärzten auf der Suche nach einer Diagnose durchliefen. Heute wissen wir, dass es sich um eine reale, gut beschriebene Störung der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem handelt — keine Einbildung und keine „Nervensache". Es gibt keine einzelne Pille, die sie abschaltet — aber es gibt ein solides Bündel an Interventionen mit realer Evidenz, das in der Praxis den meisten Betroffenen hilft, ihre Funktionsfähigkeit zurückzugewinnen, auch wenn der Schmerz nicht vollständig verschwindet.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gesagt — die wichtigsten Erkenntnisse
- →Eine Krankheit, die man lange nicht als Krankheit anerkennen wollte
- →Wie Fibromyalgie überhaupt diagnostiziert wird
- →Was im Nervensystem passiert — der Mechanismus der zentralen Sensibilisierung
- →Bewegung — die am besten belegte nicht-medikamentöse Intervention
- →Pharmakotherapie — drei Medikamente erster Wahl, und keines davon ist universell
- →Schlaf und Stress — kein Zusatz zur Behandlung, sondern Teil davon
- →„Das ist eine eingebildete Krankheit" — ein Mythos, der sich hartnäckig hält
- →Wer am häufigsten erkrankt und welche Risikofaktoren es gibt
- →Was man besser vermeidet oder mit Vorsicht behandelt
- →Was sich in der Praxis zu tun lohnt
- →Grenzen dieser Daten
- →Unsere redaktionelle Empfehlung








